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Ahrensburg : Stadt mit Vergangenheit auf der Suche nach Zukunft

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Auftakt zur „Städtebauförderung“ in Ahrensburg, eine große Aufgabe für die kommenden 15 Jahre.

Wie holt man eine Stadt aus dem Dornröschenschlaf in das 21. Jahrhundert und stärkt dabei gleichzeitig die historischen Komponenten? Ein ehrgeiziges Vorhaben, aber kein unmögliches. Die Stadt Ahrensburg ist seit Dienstag offiziell auf einem Weg, der voraussichtlich 15 Jahre dauern und 21 Millionen Euro kosten wird und an dessen Ende sich Modernes und Geschichtliches nahtlos zusammenfügen sollen.

„Die Stadt ist sympathisch und spannend“, formulierte es Stadtplaner Frank Schlegelmilch vom Planungsbüro Baumgart bei der Auftaktveranstaltung „Städtebauförderung“ in der alten Reithalle, ließ jedoch ein deutliches „aber ...“ im Raum stehen. „Der barocke Stadtgrundriss sollte bei einer zeitgemäßen Stadtentwicklung stärker betont werden“, sprach er zugleich das wohl größte Manko an: die fehlende (optische) Verbindung zwischen Innenstadt und Schlossbereich.

Doch der Reihe nach: Nach dem Grundsatzbeschluss von 2005 und dem „Integrierten Stadtentwicklungskonzept/ISEK) aus dem Jahr 2009 mit Realisierungskonzept Schlosspark, Auge, Innenstadt folgten erste Teilprojekte (Marstall, Gutshof und Große Straße). Die Stadt Ahrensburg wurde dann Ende 2014 in das Förderungsprogramm „Städtebaulicher Denkmalschutz“ mit der Gesamtmaßnahme „Innenstadt/Schlossbereich aufgenommen (ein Areal von immerhin 55 Hektar). Den entsprechenden Förderbescheid gab es im Dezember vergangenen Jahres, die Kosten verteilen sich je zu einem Drittel auf Bund, Land und Stadt. Im Mai dieses Jahres begannen die vorbereitenden Untersuchungen, wie Bestandsaufnahme, Verkehr, Stadträume und Missstände. Jetzt wurden die Bürger informiert, denn, so Frank Schlegelmilch: „Es müssen alle mitmachen, Verwaltung, Politik und die Einwohner, wir geben nur die Ideen.“ Am 21. November wird es ab zehn Uhr einen Workshop mit Anregungen und weiteren Vorschlägen geben, davor findet eine spezielle Kinder- und Jugendwerkstatt statt.

Zum Auftakt gab es am Dienstag erste Stichworte: Verbindung vom Bahnhof zur Innenstadt, die Aufwertung des Rathaus-Umfeldes, die gestalterische Verbesserung des historischen Quartiers am Alten Markt und die Sanierung des innerstädtischen Teils der Hamburger Straße, die als einzige der Straßen vom Dreizack Rondeel noch nicht „angepasst“ wurde. Auch die Sanierung des 70er Jahre Baus Rathaus gehört zum Förderprogramm, alleine dafür wurden rund sechs Millionen Euro veranschlagt. Die Sanierung des Verwaltungsgebäudes beginnt bereits im kommenden Jahr.



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