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Pechvogel : SSC-Keeper Mraz droht das Karriereende

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Der 21-jährige Ahrensburger verletzte sich in der Nachspielzeit des SH-Liga-Spiels bei TuRa Meldorf schwer am Knie.

Wenn man kein Glück hat, dann kommt auch noch Pech hinzu. Nicht nur, dass der SSC Hagen Ahrensburg zuletzt im eminent wichtigen Spiel bei TuRa Meldorf einen Strafstoß verschoss und am Ende eine bittere 1:2-Niederlage quittieren musste, die die Hoffnung auf den Klassenerhalt in der Fußball-SH-Liga zerplatzen ließ (wir berichteten). Mit Steven Mraz (Foto) haben die Schlossstädter nun auch einen weiteren Verletzten zu beklagen. „Wenn es kommt, dann meistens knüppeldick“, konnte es SSC-Coach Michael Schmal kaum fassen, dass ein weiterer seiner Kicker für lange Zeit ausfallen wird.

Der für den mit Gelb-Rot vorzeitig zum Duschen geschickten Stammkeeper Robert Block eingewechselte Steven Mraz verletzte sich bei einem Zusammenprall mit einem Gegenspieler in der sechsten Minute der Nachspielzeit so schwer am Knie, dass er mindestens bis zum Ende des Jahres auszufallen droht. „Als ich reingekommen bin, dachte ich, es geht nur noch um den Elfmeter und anschließend pfeift der Schiedsrichter bald ab. Dann kam es zu einer Verkettung unglücklicher Umstände. Aber bei einer 2:1-Führung in der 96. Minute muss man als Stürmer vielleicht auch nicht mehr voll durchziehen“, sagte Mraz, der in der kommenden Spielzeit eigentlich das Tor der Schlossstädter hüten sollte. Er will seinem Team im Saisonfinale trotz der Verletzung an der Seitenlinie die Daumen drücken. „Ich werde natürlich bei den Spielen dabei sein. Trainer und Betreuer waren bei mir bis spät abends im Krankenhaus, haben sich um mich gekümmert. Da bin ich jetzt auch ein bisschen in der Bringschuld.“

Die genaue Diagnose über die Verletzung steht noch aus. „Wenn es ganz schlimm kommt, dann kann die Verletzung vielleicht sogar sein Karriereende bedeuten“, erklärte Schmal, der zunächst nur von einer schweren Prellung am Unterschenkel ausgegangen war. Mraz, der erst in der Winterpause vom USC Paloma in den Hagen gewechselt war, verbrachte die Nacht von Sonntag auf Montag im Westküstenklinikum in Heide. Bei einer weiteren Untersuchung tags darauf in der Arthro-Clinic in Hamburg-Rahlstedt erhielt der 21-Jährige dann die niederschmetternde vorläufige Diagnose Riss des vorderen Kreuzbandes im linken Knie sowie einen Meniskusschaden. Eine Ultraschalluntersuchung ergab später zudem eine Verletzung der Wadenmuskulatur sowie des Außen- und Innenbandes. Das genaue Ausmaß aller Verletzungen wird eine MRT-Untersuchung in den kommenden Tagen ergeben. „Der Schock sitzt bei allen tief“, gestand Schmal, der in dieser Saison bereits auf Christopher Lindenau, Niko Leptien und Hauke Iwersen wegen Bänderverletzungen verzichten muss. „An diesem Tag kam irgendwie alles Pech der Welt zusammen: der verschossene Strafstoß, die Niederlage, der so gut wie sichere Abstieg und dann auch noch ein weiterer Langzeitverletzter – diese Saison ist an negativen Höhepunkten nicht zu überbieten.“

Es mag eine glückliche Fügung gewesen sein, dass Schmal trotz der Sperre Blocks und der Verletzung des Ersatzkeepers dennoch am Sonntag im Heimspiel gegen Flensburg nicht ohne gelernten Torhüter dasteht. Denn am Montag stand unverhofft Peter Grischke nach seinem Auslandsaufenthalt wieder auf dem Trainingsplatz – und wird vermutlich ins kalte Wasser geschmissen.

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