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Lebendige Geschichte : Spurensuche auf dem Salzpfad

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Sieben große Informationstafeln erzählen auf einem „Salzpfad“ durch den Kurpark viel Wissenswertes über die Oldesloer Saline

Die Travestadt ist um eine kleine Attraktion reicher. „Spurensuche auf dem Salzpfad“ ist der Titel eines neuen touristischen Projekts, das bereits vor ein paar Jahren vom Stadtmarketing initiiert wurde. Am 1. September soll der Salzpfad im Rahmen einer öffentlichen Führung offiziell eingeweiht werden.

Dr. Sylvina Zander ist zurecht stolz auf die neuen großen Informationstafeln, die jetzt das Oldesloer Stadtbild zieren. Fünf der Tafeln stehen im Kurpark, zwei weitere am Mühlrad und am Traveweg in der Innenstadt. Die Tafeln geben neben vielen historischen Bildern ausführlich Auskunft über die spannende Geschichte der Oldesloer Saline. Zusammen bilden sie einen rund 2500 Meter langen Salzpfad, der an die wichtigsten Standorte der ehemaligen Saline führt. „Das war jede Menge Arbeit, weil ich zeitgleich zum Bad-Jubiläum auch noch eine Infobroschüre zum Salzpfad erstellt habe“, sagt die Stadtarchivarin. Doch nun ist alles fertig, und das Ergebnis kann sich sehen lassen.

Der Text auf den Infotafeln ist in deutscher und englischer Sprache verfasst, denn nach Bad Oldesloe verirrt sich auch der eine oder andere Tourist. „Wir haben im Sommer viele Tagestouristen in unserer Stadt“, betont Bürgermeister Tassilo von Bary. Wer keine große Lust zum Lesen, aber ein Smartphone dabei hat, kann auch einfach nur zuhören. Am unteren Rand jeder Informationstafel befindet sich ein QR-Code, der mit einem Smartphone gescannt werden kann. Die App führt dann auf eine Seite mit kleinen Texten und Geschichten, die von einem professionellen Sprecher vorgelesen und erzählt werden. Die Codes werden allerdings erst am 1. September freigeschaltet.

Wer sich lieber in Ruhe und zu Hause informieren möchte, kann an zwei Tafeln im Kurpark auch eine ausführliche Broschüre mitnehmen. Das 15-seitige Info-Heftchen über den Salzpfad bekommt man aber auch im Bürgerbüro und in anderen Einrichtungen kostenlos. Die Salzpfad-Infotafeln stehen im Kurpark an den Salzquellen (Kurparkallee), an der Beste, am Salzteich, am Ort der ehemaligen Gradierwerke und in Höhe der ehemaligen Badeanstalt. Folgt man den Tafeln in der richtigen Reihenfolge, erfährt man viel Wissenswertes über die Salzgewinnung von den Quellen bis zur Verschiffung des Salzes nach Lübeck. Etwa eine Stunde Zeit sollte man sich dafür schon nehmen.

„Der Salzpfad ist eine tolle Möglichkeit für unsere Bürger, sich mit ihrer Stadt zu identifizieren“, findet Tassilo von Bary. Das Problem sei, dass man nur auf Orte verweisen könne, an denen leider nicht mehr viel zu sehen sei, so der Verwaltungschef. Deshalb wurde im Kurpark an der Beste eine Salzquelle reaktiviert, die von einer hölzernen Plattform aus besichtigt werden kann. „Der Salzgehalt des Wassers ist mit 2,5 Prozent höher als der der Ostsee“, erzählt Dr. Sylvina Zander, die sich zurzeit intensiv mit der Geschichte der Oldesloer Saline beschäftigt und ein Buch darüber geschrieben hat, das heute Abend um 20 Uhr im Haus Riedel am Kurpark bei einem Empfang offiziell vorgestellt wird. „Die Historie ist unheimlich spannend. Es gab viel unternehmerischen Geist und innovative Technik, trotzdem scheiterte das Salinenprojekt immer wieder“, so die Leiterin der Kulturabteilung.

Die Kosten für den Salzpfad belaufen sich auf einen fünfstelligen Betrag. Die Aktivregion „Holsteins Herz“ steuerte 17270 Euro bei. Am Sonntag, 1. September, wird Dr. Sylvina Zander um 11 Uhr den Salzpfad mit einer Führung eröffnen und verspricht für jeden Gast eine kleine Überraschung.

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erstellt am 22.Aug.2013 | 00:41 Uhr

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