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Masurenwegschule : Sportverbot auf Kunstrasenplatz

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Zu gefährlich: 18 Jahre alte Anlage darf nicht mehr genutzt werden. Morgen Diskussion über Kostenübernahme für Neubau im Sozialausschuss.

Da läuft nichts mehr: Der Kunstrasen auf dem Sportplatz der Masurenwegschule ist gesperrt worden. Grund: Ein Gutachten der Unfallkasse hat ergeben, dass die Nutzung des 18 Jahre alten Kunstrasens für den Sportbetrieb wegen erheblicher Mängel zu gefährlich sei. Betroffen ist aber nicht nur der Schulsport sondern in erster Linie der VfL Oldesloe. Er ist Hauptpächter des Platzes und hat ihn an andere Vereine untervermietet, darunter auch der Tennis und Hockey Club.

Dass der Kunstrasen auf dem Schulsportplatz nicht mehr im besten Zustand ist, war bekannt. Auch über eine Erneuerung wurde bereits im Schulverband beraten und es wurde ein Kunstrasen gefunden, der allen Anforderung der Nutzung entspricht. Er soll für Fußball und Hockey ebenso geeignet sein wie für den Schulsport. Der VfL Oldesloe hatte bereits seit längerer Zeit auf die Mängel hingewiesen. „Wir wollten jetzt die Pacht kürzen, da wir den Platz nicht mehr nutzen konnten“, so der Vorsitzende Detlef Rädisch. Daraufhin war vom Schulverband das Gutachten in Auftrag gegeben worden. Das Ergebnis: Der Kunstrasen darf gar nicht mehr für den Sport genutzt werden.

Jetzt sucht der VfL nach Ausweichmöglichkeiten und hofft darauf, dass der Kunstrasenplatz auf dem Exer rechtzeitig nach den Herbstferien fertig gestellt ist. „Den Platz am Masurenweg haben wir wegen der Mängel kaum noch genutzt. Noch sind wir auf Sportplatz am Wendum. Aber nach den Herbstferien brauchen wir einen Platz mit Flutlichtanlage“, so Rädisch, der seinen Verein nun in einer Zwangslage sieht: „Wir hatten gehofft, dass sich die Sperrung noch ein bis zwei Monate hinauszögern lässt.“ Jetzt muss der Trainingsbetrieb den Umständen angepasst werden.

Für die Feiern zum 40-jährigen Jubiläum der Grund- und Gemeinschaftsschule Masurenweg hat die Platzsperrung keine Auswirkungen. „Wir können unser Programm wie geplant durchführen“, sagte Schulleiter Matthias Welz. Auf dem Platz darf zwar kein Sport mehr betrieben werden, aber betreten kann man den Kunstrasen noch. Der Sportbetrieb der Schule muss jetzt allerdings in die Turnhallen verlegt werden.

Im kommenden Frühjahr soll der Kunstrasen erneuert werden. Das hat der Schulverband bereits beschlossen. Allerdings ist die finanzielle Seite noch nicht ganz geklärt. Der Schulverband will für das kommende Jahr in seinem Etat entsprechende Mittel für die Erneuerung des Kunstrasens einstellen – 250 000 Euro. Die Summe muss dann über die von den Landgemeinden und der Stadt zu zahlende Schulverbandsumlage gedeckt werden. Für den Schulverband ist aber der Stadtsport der Hauptnutzer des Kunstrasenplatzes. Deswegen soll die Stadt 50 Prozent der Investitionskosten übernehmen. Das wären rund 125 000 Euro die zusätzlich zu dem Kostenanteil der Verbandsumlage von rund 65 000 Euro zu zahlen wären. Über die Kostenübernahme durch die Stadt beraten die Sozialausschuss-Mitglieder morgen ab 19 Uhr im Sitzungszimmer des Stadthauses.


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