Titelkampf : Spitze rückt enger zusammen

Luftkampf der Namensvetter: Bargteheides Keeper Tim Westphal kann in höchster Not vor dem Pölitzer Tim Westphal klären.
Luftkampf der Namensvetter: Bargteheides Keeper Tim Westphal kann in höchster Not vor dem Pölitzer Tim Westphal klären.

In der Fußball-Kreisliga kamen die Topteams aus Pölitz und Reinfeld nicht über Unentschieden hinaus. Davon profitierte vor allem der SC Elmenhorst, der 7:1 in Hoisdorf gewann und sich auf den dritten Tabellenplatz verbesserte.

shz.de von
05. November 2013, 08:00 Uhr

Die Topteams der Fußball-Kreisliga mussten sich am Wochenende mit Unentschieden zufrieden geben und sorgten so dafür, dass die Spitzengruppe enger zusammen gerückt ist. Ligaprimus Pölitz kam im Topspiel nicht über ein 1:1 gegen Verfolger TSV Bargteheide hinaus. Der SV Preußen Reinfeld musste sich beim 3:3 gegen Hagen Ahrensburg II ebenfalls mit einem Punkt begnügen. Davon profitierte vor allem der SC Elmenhorst, der 7:1 gegen Hoisdorf gewann und die Reinfelder somit vom dritten Tabellenplatz verdrängte.

SSV Pölitz – TSV Bargteheide 1:1 (0:0)
Im kampfbetonten, aber fairen Spitzenspiel (nur zwei gelbe Karten) trennte sich Tabellenführer SSV Pölitz vom Verbandsliga-Absteiger aus Bargteheide 1:1. Bis Mitte der ersten Halbzeit hatten die Bargteheider die Partie zunächst im Griff, konnten sich gegen die gut gestaffelte Pölitzer Abwehr aber keine klaren Chancen erspielen. Erst mit zunehmender Dauer kamen die Gastgeber besser in die Partie. Tim Westphal im TSV-Tor parierte gegen seinen Namensvetter einen Schuss aus spitzem Winkel (29.) und bewahrte damit die Gäste vor einem Rückstand. Und Julian Ramm fand kurz vor der Pause seinen Meister im TSV-Keeper, der einen Kopfball aus wenigen Metern glänzend entschärfte.

Drei Minuten nach Wiederanpfiff setzte sich Bargteheides Markus Berndt auf der Außenbahn durch und legte den Ball auf Alban Latifi, der zur Führung der Weinroten traf. Im Gegenzug hatte Westphal die Chance zum Ausgleich, sein Kopfball nach einer Standardsituation verfehlte jedoch das Ziel (50.). Pölitz ließ allerdings nicht locker, drängte vehement auf den Ausgleich und wurde belohnt. Nachdem Altinalana den vielleicht vorentscheidenden zweiten Bargteheider Treffer verpasst hatte, klingelte es im Gegenzug auf der anderen Seite. Per 16-Meter-Schuss sorgte Matthias Liebe für den 1:1-Endstand.

Tore: 0:1 Alban Latifi (51.), 1:1 Matthias Liebe (78.).

SSC Hagen Ahrensburg II – Preußen Reinfeld 3:3 (0:2)

Titelfavorit Reinfeld ist mit einem blauen Auge davon gekommen. Nach 2:0-Pausenführung ließen sich die Karpfenstädter gegen die SH-Liga-Reserve die Butter vom Brot nehmen. Per Doppelschlag glichen die Ahrensburger kurz nach dem Seitenwechsel aus. Jan Radde brachte Reinfeld zwar erneut in Front, doch Kappner glich nur wenig später zum Endstand aus.

Tore: 0:1 Yannick Lütjohann (26.), 0:2 Florian Köpke (45.), 1:2 Jan Niklas Danger (52.), 2:2 Paul Kappner (54.), 2:3 Jan Radde (72.), 3:3 Paul Kappner (75.).

TuS Hoisdorf – SC Elmenhorst 1:7 (0:4)

Der Erfolg des SC Elmenhorst war ungefährdet. Bereits im ersten Abschnitt machten die Gäste den Sack zu. Den Torreigen eröffnete Christian Penke in der 14. Minute. Danach folgte die Show von Christopher Moses: Der Stürmer erzielte innerhalb von 19 Minuten einen lupenreinen Hattrick und schoss damit seine Treffer zehn, elf und zwölf in dieser Spielzeit.

Tore: 0:1 Christian Penke (14.), 0:2, 0:3, 0:4 Christopher Moses (16., 32., 34.), 0:5 Jan-Hendrik Jobmann (50. FE), 1:5 Jan Boie (75.), 1:6 Mario Kuschmietz (86.), 1:7 Lars Weltin (90.).

SV Türkspor Oldesloe – WSV Tangstedt II 3:1 (1:0)
Die Gäste traten lediglich zu zehnt an und mussten dem hohen Aufwand letztlich Tribut zollen. Der SVT-Verantwortliche Gökhan Akdemir sagte nach dem Sieg seiner Mannschaft: „Tangstedt hat ständig mit mindestens acht Spielern das eigene Tor verteidigt. Für uns war es schwer, da durchzukommen.“ So dauerte es bis in die Schlussphase des ersten Durchgangs hinein, ehe Muhamet Zeka den Abwehrriegel des WSV durchbrach (44.). Auch nach dem Seitenwechsel bestimmten die Gastgeber die Partie. Muhamet Zeka erhöhte auf 2:0 (70.). Sein Bruder Gent verschoss wenig später einen Foulelfmeter zum möglichen 3:0 (77.). Doch Bilal Abressi machte mit dem dritten SVT-Treffer den Sieg gegen aufopferungsvoll verteidigende Gäste endgültig perfekt (85.).

Tore: 1:0 Muhamet Zeka (44.), 2:0 Muhamet Zeka (70.), 3:0 Bilal Abressi Toure (85.), 3:1 Danny Dibbern (90.).
Bes. Vorkommnisse: Gent Zeka verschießt einen Foulelfmeter (77.).

VfL Rethwisch – Witzhaver SV 2:2 (0:0)

Erst nach dem Seitenwechsel nahm das Spiel an Fahrt auf, und die Gastgeber nutzten durch Michael Ernst einen Fehler in der WSV-Defensive zum 1:0 (48.). Doch die Freude darüber währte nicht lange: Sven Walter glich sechs Minuten später aus. Zwei Minuten darauf brachte Tim Niklas Breede Rethwisch erneut in Front (56.). Bitter: Per Eigentor sorgte Breede für den 2:2-Endstand (82.).

Tore: 1:0 Michael Ernst (48.), 1:1 Sven Walter (54.), 2:1 Tim Niklas Breede (56.), 2:2 Tim Niklas Breede (82. Eigentor).


Bargfelder SV – SV Hamberge 0:4 (0:1)

Hamberges Coach Matthias Beeck sagte nach dem Auswärtssieg: „Die erste Halbzeit war ausgeglichen. Bargfeld hatte sogar leichte Feldvorteile. Der Elfmeter zum 1:0 war auf jeden Fall berechtigt.“ SVH-Kapitän Gregor Rath ließ sich die Chance nicht nehmen und netzte den Strafstoß zum 1:0 ein (4.). Danach kamen die Gastgeber besser ins Spiel, blieben vor dem gegnerischen Tor aber harmlos. „In der zweiten Halbzeit haben wir dann schöne Spielzüge gezeigt und verdient gewonnen – wenngleich das Ergebnis vielleicht ein wenig zu hoch ausgefallen ist“, gestand Beeck.

Tore: 0:1 Gregor Rath (4. FE), 0:2 Danny Clasen (53.), 0:3 Lennart Pötzsch (70.), 0:4 Christian Dumalski (80.).

FSG Südstormarn – SV Meddewade 4:1 (0:1)

Nach dem Rücktritt von Rainer Gösch feierte Florian Bergmann seinen ersten Sieg als Coach der FSG Südstormarn. Allerdings lief es für die Gastgeber zunächst nicht nach Plan. Pascal Behnk erzielte kurz vor dem Pausenpfiff die 1:0-Gästeführung. Doch die FSG steckte nicht auf und kam in den zweiten 45 Minuten besser ins Spiel. Per Doppelschlag sorgte Jannik Vollert dafür, dass die Partie kippte. Und als Daniel Schlötcke das 3:1 erzielte, war der fünfte Saisonsieg endgültig perfekt.

Tore: 0:1 Pascal Behnk (43.), 1:1 Jannik Vollert (50.), 2:1 Jannik Vollert (61. FE), 3:1 Daniel Schlötcke (68.), 4:1 Sascha Bern (76.).

Rot: Mischa Rehfeld (SVM, 73., grobes Foulspiel).

Gelb-Rot: Jan-Henrik Saggau (SVM, 87., wdh. Foulspiel).

FC Ahrensburg – TSV Zarpen 3:4 (1:3)

„Das war eine unglückliche Niederlage. Ich habe das Gefühl, dass Schiedsrichter Hartmut Ruge ein Problem mit uns hat. Da waren einige krasse Fehlentscheidungen dabei“, ärgerte sich FCA-Coach Udo Stroinski. Nach der Führung durch Ziercke (15.), drehten die Gäste das Spiel. Nach dem Seitenwechsel machte Luer (60.) alles klar.

Tore: 1:0 Dennis Ziercke (15.), 1:1, 1:2 Dominic Möller (22., 40.), 1:3, 1:4 Yannik Luer (45. +10, 60.), 2:4, 3:4 Iso Izet Beganovic (80., 87.).
Gelb-Rot: Andre Meyer (FCA, 65., wdh. Foulspiel).

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