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Nachträglicher Sieg : Spielpraxis: ja, Punkte: nein

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Der VfL Tremsbüttel hat in der Fußball-Verbandsliga die Punkte aus der 3:6-Niederlage beim VfB Lübeck II am Grünen Tisch erhalten. Die Hansestädter hatten mit Andre Senger einen nichtspielberechtigten Akteur auf dem Platz.

shz.de von
erstellt am 11.Dez.2013 | 08:00 Uhr

Eine Woche zuvor war er noch der gefeierte Rückkehrer. Am vergangenen Wochenende wurde er dann zur tragischen Figur – ohne eigenes Verschulden. Andre Senger feierte zunächst beim 3:0-Erfolg des VfB Lübeck in der Fußball-SH-Liga gegen Holstein Kiel II sein Comeback nach 13 Wochen Verletzungspause. Am vergangenen Sonnabend erhielt er dann weitere Spielpraxis beim 6:3-Erfolg der Reservemannschaft über den VfL Tremsbüttel in der Verbandsliga. Die Partie der „Ersten“ beim TuS Hartenholm war ausgefallen.

Sengers Einsatz aber war nicht regelkonform. Und daher hat der VfL Tremsbüttel jetzt die drei Punkte am Grünen Tisch erhalten. Die Partie wird mit 2:0 für die Stormarner gewertet. Der Grund dafür liegt in Paragraph 55 der Spielordnung. Der nämlich regelt den Einsatz von Liga-Spielern in unteren Mannschaften. Senger war demnach nach seinem Einsatz für die SH-Liga-Mannschaft in der Vorwoche gegen Kiel II im Spiel gegen Tremsbüttel nicht spielberechtigt, da er das 23. Lebensjahr bereits vollendet hat. Bei Henrik Sirmais und Dennis Voss, die ebenfalls am Ball waren, greift diese Regelung nicht. Beide sind jünger.

Marco Schier, Trainer des VfL Tremsbüttel, nahm den unverhofften Punktgewinn gern mit. „Drei Zähler mit der schlechtesten Saisonleistung – das schafft nicht jeder“, sagte Schier mit einem Augenzwinkern und verriet: „Das kam total überraschend. Eigentlich prüfe ich immer die Spielberichte und informiere mich, welche Spieler wo im Einsatz waren. Aber durch einen Umzug habe ich das diesmal nicht geschafft. Ich wusste zwar, dass vier bis fünf Spieler aus der ersten Mannschaft bei Lübeck dabei waren, aber deren Alter wusste ich nicht genau.“ Mitleid hat Schier nicht mit dem VfB. „Diese Regel muss man einfach kennen“, sagte er.

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