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Stormarner Tageblatt

24. August 2017 | 09:30 Uhr

Spielplatz soll Kita werden

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Siek plant einen neuen Kindergarten. Hier zeigt Bürgermeister Arnold Trenner das Gelände des Spielplatzes Dohm, auf dem die neue Kita entstehen soll. Der Spielplatz soll verkleinert erhalten bleiben. Das Millionenprojekt hat aber nicht nur Befürworter.

Der Kindergarten Siek ist voll ausgelastet, es besteht schon seit längerer Zeit eine Warteliste für mindestens eine Gruppe. Da es an dem jetzigen Standort keine Erweiterungsmöglichkeiten gibt, wurden im vergangenen Herbst fünf Container aufgestellt. Betreut werden derzeit 60 Kinder im Elementarbereich sowie 30 Krippenkinder. Hortkinder besuchen den „Wöhrli-Club“ in der Grundschule Wöhrendamm in Großhansdorf.

Seit Frühjahr 2015 laufen auch Planungen für einen neuen Kindergarten. „Wir haben mit Hilfe des Architekten Martin Förster aus Hamburg, der Erfahrungen im Bau von Kindergärten hat, mehrere Standorte geprüft und sind zu dem Ergebnis gekommen, dass der Standort des jetzigen Spielplatzes in der Straße Dohm am besten geeignet ist“, berichtet Bürgermeister Arnold Trenner. Zum einen ist er mit 4000 Quadratmetern groß genug, zum anderen liegt er zentral, ist also für die Sieker Eltern gut zu Fuß erreichbar.

Andere Standorte waren aus verschiedenen Gründen nicht geeignet: Der Nienhof ist eine Ausgleichsfläche, ein Grundstück vor der Mehrzweckhalle ist zu klein und mit der Kirchengemeinde kam kein Pachtvertrag über ein Gelände zustande.

Geplant sind fünf Elementar- und vier Krippengruppen. Der B-Plan wird so angepasst, dass sich die Kita dem bestehenden Ortsbild anpassen wird. Für dieses Jahr sind lediglich die Planungskosten von 200  000 Euro im Haushalt eingestellt. 2017 soll Baubeginn sein. Die Gesamtkosten werden auf 2,5 bis 3 Millionen Euro geschätzt und sind für nächstes Jahr im Haushalt vorgesehen. Finanziert werden soll über Kredite. Zudem werden Fördermöglichkeiten von Land und Bund ausgeschöpft. Träger soll wie auch beim bestehenden Kindergarten der Kirchengemeindeverband (KGV) sein.

Aber es gibt auch Gegner der Pläne: Anlieger der ruhigen Sackgasse Dohm um Sprecher Peter Frömbling wollen den Spielplatz erhalten, bemängeln in einem Flyer den „wirtschaftlichen Unsinn“ mehrere große Projekte gleichzeitig zu planen (auch die Feuerwache und der Bauhof sind in Planung) und laden zu einem Informationsabend am Donnerstag, 17. März, um 19.30 Uhr im „Alten Dorfkrug“ Großensee ein. Hier soll eine Interessengemeinschaft gegründet werden.

Bürgermeister Trenner sagt zu den Argumenten: „Wir schaffen ja auch Werte und die Kredite sind gerade günstig. Zudem kann der öffentliche Spielplatz in verkleinerter Form erhalten bleiben.“

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