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Stormarner Tageblatt

21. August 2017 | 06:48 Uhr

Spenden sollen Therapie ermöglichen

vom
Aus der Redaktion der Wilsterschen Zeitung

Krankenkassen übernehmen Kosten für eine Watsu-Therapie für die kleine Jasmin (2) nicht

Eine Watsu-Therapie kann behinderten Menschen helfen, Ängste oder auch Wut zu überwinden. Kann helfen los zu lassen, Vertrauen zu finden und ruhiger zu werden. Diese Erfahrung würden auch gern Andrea und Rolf Nagel aus Itzehoe ihrer kleinen Jasmin zukommen lassen. Die Zweieinhalbjährige ist ein Downsyndrom-Kind und hyperaktiv. Das Ehepaar hat bereits zwei Downsyndrom-Kinder adoptiert und mit Sabrina-Celina (8 Jahre) und Thore-Jan (7) zwei sehr ruhige Kinder aufgenommen. Gemeinsam kamen sie zu einem Informationsnachmittag der Körpertherapeutin Norma Fernandez de Heine nach Nortorf. Diese startete eine Spendenaktion über den Herbert-Feuchte-Stiftungsverbund für Jasmin.

Jasmin ist der Sonnenschein der Familie Nagel und wird von ihren großen Geschwistern behütet, legt aber viel Temperament an den Tag. Gleich beim ersten Treffen fasste Jasmin zu Norma Fernandez de Heine Zutrauen, besuchte die beiden Hundewelpen, die zu Therapiehunden ausgebildet werden sollen, und ließ sich in aller Ruhe das Haus ohne ihre Mutter zeigen. „Manchmal sitzen Ängste und Wut tief in einem, das Wasser hilft ruhig zu werden“, erklärt die Therapeutin und fügt mit Blick auf Jasmin hinzu: „Das kriegen wir hin.“

Diese Zuversicht würde Andrea Nagel gern teilen, doch die Krankenkassen übernehmen Kosten für die Watsu-Therapie nicht. Da Jasmin privat therapiert werden muss, möchte Norma Fernandez de Heine helfen und sucht private Spender. „Auch kleine Beträge werden zu einem großen“, hofft sie auf viele Unterstützer für Jasmin und weitere behinderte Menschen, die das Spendenkonto der Stiftung nutzen.

Die Wirkung der Therapie bestätigen Betreuer des Wohnheims des Herbert-Feuchte-Stiftungsverbunds in Tensbüttel. Seit Januar nehmen sechs Bewohner an der Watsu-Therapie teil, die Körpertherapeutin Norma B. Fernandez de Heine im Freizeitbad Brunsbüttel, dem LUV, anbietet. Dort gibt es ein Becken mit 35 Grad warmem Wasser, in dem sich die Muskeln durch sanfte Bewegung entspannen.

„Unsere Bewohner können sich im Wasser frei bewegen und stabilisieren sich auch nach schwierigen Lebenssituationen schnell“, erklären die Betreuer unisono. Sie gehen mit den stark körperlich behinderten Bewohnern ins Wasser und führen unter der Anleitung von Norma Fernandez die Bewegungen durch.

Dadurch entsteht eine sehr körperliche Nähe, es entwickelt sich ein tieferes Vertrauen, und die Patienten öffnen sich auch ihren Betreuern gegenüber mehr. „Es werden Emotionen freigeschaltet, die in der Routine des Alltags nicht möglich wären“, so die einhellige Meinung.


 

> Informationen zur Watsu-Therapie gibt es auf www.amavivesana.de oder bei Norma B. Fernandez de Heine direkt unter 04823/922598.
> Spenden auf das Konto Herbert Feuchte Stiftungsverbund gGmbH bei der Raiffeisenbank Heide, BLZ 218 604 18, Kto-Nr. 3022560.
> Kontakt zu Andrea Nagel unter 04821/900320

 

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erstellt am 22.Aug.2013 | 10:35 Uhr

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