Spenden für Reinfelds Flüchtlinge

Die Gruppe  „Asyl in Reinfeld“ unterstützt nicht nur AliReza Danesch (2.v.l.) aus Afghanistan, sondern alle Flüchtlinge in der Karpfenstadt.
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Die Gruppe „Asyl in Reinfeld“ unterstützt nicht nur AliReza Danesch (2.v.l.) aus Afghanistan, sondern alle Flüchtlinge in der Karpfenstadt.

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05. Juni 2014, 10:57 Uhr

Eine große Überraschung und Freude war für die Arbeitsgruppe „Asyl in Reinfeld“ die Resonanz auf ihren Spendenaufruf. In nahezu 90 Anrufen boten Menschen aus dem ganzen Kreisgebiet Fahrräder, Möbel, Hausrat, Kleidung, Spielzeug oder einfach Unterstützung an. Reinfelds Taxi-Unternehmen Rahlfs stellte zum Beispiel Hilfe für den Transport zur Verfügung. „Mit einem solchen Umfang an Hilfsbereitschaft haben wir nicht gerechnet. Das war schon bemerkenswert. Wir danken allen, die sich bei uns gemeldet haben“, freut sich Hannelore Herrmann, Mitglied der Gruppe. Der Bedarf an Hilfsgütern ist zunächst gedeckt.

Mit vielen Spendenwilligen wurde vereinbart, bei späterem Bedarf wieder auf ihre Angebote zurückkommen zu dürfen. Der Spendenaufruf war unter anderem erforderlich geworden, weil innerhalb einer Woche 16 neue Asylbewerber aller Altersgruppen aus Syrien und Armenien in der Karpfenstadt unterzubringen waren. Hilfe war gefragt bei der Erstversorgung im Haushalt, beim Einkauf von Lebensmitteln, bei der Unterstützung bei Arztbesuchen und Behördengängen. „Wir wollen in Reinfeld und Nordstormarn für traumatisierte Menschen mit schwerem Schicksal aus Krisengebieten guter Gastgeber sein“, so Albrecht Werner von „Asyl in Reinfeld“.

Die Flüchtlinge kommen aus Afghanistan, dem Jemen, Armenien, Syrien und dem Iran. Sie sprechen Arabisch, Persisch, und Russisch. Sie benötigen „Sprachpaten“, die ihnen die deutsche Sprache beibringen. Im Gemeindehaus der Ev. Kirchengemeinde treffen sich immer freitags ab 16 Uhr Menschen – zum Teil schon aktiv bei der Gruppe „Asyl in Reinfeld“ – zum Kommunikationstreff mit Asylbewerbern. Auch hier wird noch Hilfe benötigt. Infos erhalten Interessierte bei Uwe Budensiek unter Ruf (04533) 60 90 67.

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