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Stormarner Tageblatt

17. Oktober 2017 | 14:21 Uhr

SPD: Klassenräume für DaZ

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Sozialdemokraten unterstützen die Forderung der Berufsschul-Rektoren und wollen eine schnelle Lösung

von
erstellt am 09.Dez.2015 | 00:34 Uhr

Jeweils vier weitere Klassenräume für Deutsch als Zweitsprache (DaZ) haben die Beruflichen Schulen in Ahrensburg und Bad Oldesloe angemeldet. „Das ist bekannt, deshalb finden wir Hinhaltetaktik oder Verschieben von Verantwortlichkeit auf das Land falsch“, sagt SPD-Fraktionssprecherin Sigrid Kuhlwein nach einem Gespräch von SPD-Kreispolitikern mit den Schulleitern Joachim Steußloff (Ahrensburg) und Rüdiger Hildebrandt (Bad Oldesloe).

„Der Kreis ist Träger der Beruflichen Schulen, da hat er dafür zu sorgen, dass ausreichend Räume für den Unterricht zur Verfügung gestellt werden“, so Sigrid Kuhlwein und Susanne Borchert aus dem Schul-, Kultur- und Sportausschuss (SKSA) sowie Frank Schmalowsky und Jörn John aus dem Wirtschafts-, Planungs- und Bauausschuss. Der WPBA hatte im November die Bewilligung weiterer Mittel abgelehnt. Die Politiker sahen Bund und Land in der Pflicht, mehr Geld zur Verfügung zu stellen. Zudem seien die Berufsschulen gefordert, alternative und schnell umsetzbare Möglichkeiten wie Nachmittags- oder Abendunterricht vorzulegen.

„Das sind Themen, die nicht in den Ausschuss gehören“, kommentiert das die SKSA-Vorsitzende Sigrid Kuhlwein. Zudem sei dem Ausschuss offenbar unbekannt gewesen, dass das Land DaZ-Klassen finanziere und Lehrer bereitstelle. Die Räumlichkeiten müsse der Kreis als Schulträger zur Verfügung stellen.

Nur mit einer schnellen Auftragsvergabe gebe es die Chance, bis Sommer 2016 zusätzliche Pavillons zu be-kommen. Susanne Borchert: „Diese Räume müssen am 1. September 2016 bezugsfertig sein, um einen reibungslosen Unterricht zu gewährleisten.“ In Bad Oldesloe wäre die Berufsschule ohne eine Erweiterung gezwungen, die zweijährige Ausbildung zum „staatlich geprüften Pflegeassistenten“ zu verschieben, die im August 2016 starten soll. „Das wäre fatal, weil mit diesem Bildungsgang dringend gebrauchte Altenpflegerinnen ausgebildet werden sollen“, so Kuhlwein.

Bis zum Sommer 2016 käme seine Schule mit Nachmittagsunterricht in den vorhandenen Räumen zurecht, sagt Oldesloes Schulleiter Rüdiger Hildebrandt: „Dann geht aber nichts mehr.“ Es dürfe nicht sein, dass das „Hick-Hack zwischen Ressorts dazu führt, dass weitere Monate vergehen, bevor zusätzliche Klassenräume bereitstehen“, so die SPD-Politikerin. Noch im Januar müsse es eine gemeinsame Sitzung von WPBA und SKSA geben, auf der die Vorgehensweise beschlossen werden muss. Kuhlwein: „Wir wollen, dass junge Flüchtlinge frühzeitig Deutsch lernen und ihnen eine berufliche Perspektive geboten wird, damit sie eine Chance haben, sich schnell einzuleben.“

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