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Kandidatenaufstellung : SPD Bargteheide nominiert den CDU-Bürgermeister

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Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Die Bargteheider Sozialdemokraten verzichten nicht nur auf eigenen Bewerber, um „gemeinsam etwas für die Stadt zu erreichen“, nominieren sie Dr. Henning Görtz von der CDU.

Mehr Bestätigung kann es für einen amtierenden Bürgermeister kaum geben. Henning Görtz, seit fünf Jahren Bargteheides Verwaltungschef, ist nicht nur von seiner eigenen Partei, der CDU, für die Bürgermeisterwahl nominiert worden, sondern auch von der SPD. Das teilten die Sozialdemokraten jetzt nach ihrer Fraktionssitzung mit..

„Ich fühle mich sehr geehrt. Und ich weiß, dass das sehr ungewöhnlich ist“, sagte Görtz. Vor fünf Jahren war Susanne Danhier gegen ihn angetreten und sagte nach ihrer Niederlage „Dann halt das nächste Mal“ – doch das wird jetzt ganz anders kommen. „Ich habe mit Susanne Danhier die gesamte Amtszeit über ein sehr offenes, ehrliches Verhältnis gepflegt. Ich denke, dass das jetzt auch dazu beiträgt“, analysiert Görtz.

„Wir stimmen mit Herrn Görtz in so vielen Punkten überein, dass wir es für möglich ansahen, ihn zu nominieren. 80 Prozent unserer Partei haben dafür gestimmt“, sagt Fraktionsvorsitzender Jürgen Weingärtner. Es seien vier entscheidende Themenbereiche in denen man sich einfach vorstellen könne, dass sie der amtierende Bürgermeister am Besten löst: „In den Bereichen bezahlbarer Wohnraum, Klimaschutz, ÖPNV und Bildung hat Henning Görtz eine ruhige Hand bewiesen. Wir sind da auf einem guten Weg, den wir gemeinsam weitergehen möchten“, so Weingärtner.

Gemeinsamkeit war bei der gemeinsamen Pressekonferenz mit dem Amtsinhaber sowieso das prägende Wort. „Wir wollen hier in Bargteheide alle gemeinsam etwas für die Stadt erreichen. Darum geht es. Natürlich fetzt man sich auch mal, wenn man nicht einer Meinung ist, aber es geht immer um die Sache“, so Henning Görtz.

Die Nominierung durch die SPD sei für den Amtsinhaber auch ein wenig der Auftrag, als Mediator und Schlichter zwischen Parteien oder Ausschüssen aufzutreten, so Weingärtner. „Ich versuche das. Manchmal gibt es da eben doch parteipolitische Unterschiede oder so konträre Meinungen, dass es nicht funktioniert. Das gehört dazu“, sagt Görtz dazu. Als Bürgermeister sei man häufig der Buhmann, auch weil von der Öffentlichkeit manchmal falsch gedacht werde, dass er alles selbst in die Hand nehmen und lösen könnte. Trotzdem habe er „enorm viel Lust weiterzumachen. Es macht einen Riesenspaß und ich bin hochmotiviert.“

Nachdem im die Diskussion um den geplanten Bürgerwindpark zum Teil sehr extrem geführt worden sei, sei die gemeinsame Nominierung ein „starkes Signal, dass wir einen gemeinsamen Weg gehen“. Die Grünen und die FDP nominieren Görtz zwar nicht, unterstützen ihn aber bei seiner Kandidatur. Mit der WfB führe er noch Gespräche.

Das könnte im Endeffekt bedeuten, dass Görtz als einziger Kandidat ins Rennen geht: „Es kann natürlich immer noch ein Gegenkandidat kommen. Ich möchte über den Ausgang der Wahl nicht mutmaßen. Wir möchten nur das Signal senden, dass wir gemeinsam an Bargteheides Zukunft arbeiten wollen.“

 

 

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erstellt am 06.Feb.2014 | 06:00 Uhr

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