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Stormarner Tageblatt

19. Oktober 2017 | 00:52 Uhr

Ahrensburg : Spatenstich für Beimoor-Süd

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

70 Firmen haben bereits Interesse an einem Grundstück in dem neuen Gewerbegebiet angemeldet.

von
erstellt am 19.Mai.2017 | 06:00 Uhr

Lange hat es gedauert, doch seit ein paar Wochen wird zwischen Beimoorweg und Ostring gewühlt und gebaggert. Nach Jahren der Diskussionen, Umplanungen und Überraschungen haben die Erschließungsarbeiten für die Erweiterung des Gewerbegebiets Beimoor-Süd begonnen. Gestern hatte die Wirtschafts- und Aufbaugesellschaft Stormarn (WAS) zum symbolischen Spatenstich geladen.

Mit der WAS hatte die Schlossstadt zwar bereits vor 40 Jahren das Gewerbegebiet Nord entwickelt, später aber Entwicklung und Vermarktung in die eigenen Hände genommen. Viele Jahre gab es viele Pläne für Beimoor-Süd, doch mit dem zweiten Bauabschnitt wollte es gar nicht vorangehen. Das spiegelt sich auch in den Planungen wider. Zunächst gab es einen B-Plan, 2011 machte man zwei daraus, 2013 teilte man die Pläne wieder – beides um die Entwicklung zu beschleunigen. Deshalb verkauft die Stadt 2015 auch ihre Flächen an die WAS.

„Mit dem Spatenstich wollen wir das Signal aussenden, dass es wieder freie Gewerbeflächen in Ahrensburg gibt“, sagt WAS-Geschäftsführer Detlev Hinselmann. Wie dringend die Stadt die braucht, zeigt die Nachfrage. 70 Interessenten haben sich schon bei der WAS gemeldet, sieben Hektar sind bereits reserviert, obwohl die Gespräche mit den Firmen gerade erst begonnen haben. „Nicht jede Reservierung führt auch zu einem Kauf, aber es zeigt, wie gut es angenommen wird. Viele haben schon darauf gewartet“, sagt WAS-Projektleiter Georg Frank

Das sind Unternehmen von außerhalb ebenso wie Ahrensburger Firmen, die erweitern möchten. Verkehrsintensive Unternehmen hat die Stadt ausgeschlossen, mit netto 21 Hektar ist das Gelände auch zu klein für Logistiker. Hinselmann: „Das soll nicht irgendein Gewerbegebiet, sondern eines der Stadt Ahrensburg werden – die ist etwas Besonderes und hat besondere Verfahrensweisen.“

„Wir wollen uns als Stadt am Eingang Ostring präsentieren“, sagt Bürgermeister Michael Sarach, und auch wenn es „in der Tat ein langer Weg“ zu dem B-Plan war, sei das, was gelungen ist, „Ahrensburg würdig, so Bürgervorsteher Roland Wilde. Mit Beimoor-Süd II erhält auch das Gewerbegebiet Nord eine östliche Anbindung an den Beimoorweg. Auf der Landesstraße entsteht ein Kreisverkehr, an den auch die verlängerte Strusbek angeschlossen wird.

Der Auftrag für die Erschließungsarbeiten ging nach einer europaweiten Ausschreibung an die Firma Depenbrock aus Stemwede in Ostwestfalen, einem familiengeführten Unternehmen, das Standorte in ganz Deutschland sowie in Polen hat. „Das ist ein wichtiges Projekt für uns, weil es unserer Kernkompetenz ausmacht“, so Geschäftsführer Bernhard Hebbelmann.

Mehr als 100  000 Kubikmeter Erde werden in Beimoor-Süd bewegt, fünf Kilometer Leitungen verlegt und 20  000 Quadratmeter Straßenflächen asphaltiert. In einem Jahr sollen die ersten Hochbauten starten. „Bisher hat die Firma eine gute Performance gezeigt. Deshalb gehe ich davon aus, dass wir den Termin halten können“, erklärt Detlev Hinselmann.

Die Fläche zwischen Beimoor-Süd I und II sollte schon bebaut sein, bleibt aber wohl erstmal frei. Dort sollte mit dem famila-Umzug ein Fachmarktzentrum entstehen. Das Gelände befindet sich allerdings in Privatbesitz. Im vergangenen Jahr hatte es dann der Projektentwickler Michael May aus Itzehoe erworben – zur Überraschung der Politiker.

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