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Erfolgsbilanz : Sparkasse Holstein bildet weiterhin die Speerspitze

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Im vergangenen Jahr wurde ein Bilanzgewinn von zwölf Millionen Euro erwirtschaftet. Das Oldesloer Kreditinstitut hat sich auch in Zeiten niedriger Zinsen behauptet.

Die anhaltend niedrigen Zinsen quälen nicht nur Sparer, sie machen auch den Banken das Leben schwer. Trotz dieses „schwierigen Niedrigzinsumfelds“, wie es im Bankenjargon heißt, war die Sparkasse Holstein im vergangenen Jahr wieder die wirtschaftlich erfolgreichste Sparkasse in Schleswig-Holstein.

Ähnlich wie in den Vorjahren habe man auch 2014 ein Bilanzgewinn von zwölf Millionen Euro auswiesen können, sagte Vorstandsvorsitzender Dr. Martin Lüdiger gestern in einem Pressegespräch. Basis des anhaltenden Erfolgs seien das erfolgreiche Firmenkundengeschäft und qualifiziertes Wachstum im Privatkundengeschäft. Zu beidem trage die Expansion der Sparkasse in Hamburg bei. Neben Filialen in Sasel, Rahlstedt und Wandsbek werde im April eine weitere in Bramfeld eröffnet, so Lüdiger.

Weitere Zahlen aus der Bilanz: Zusammen mit der Rücklagenbildung werde die Sparkasse Holstein bei einer Bilanzsumme von 5,6 Milliarden Euro mit rund 43 Millionen Euro ihr Eigenkapital auf 570 Millionen aufstocken. Möglich werde dies durch ein Betriebsergebnis vor Bewertung von 73,9 Millionen Euro. Das entspreche 1,32 Prozent der durchschnittlichen Bilanzsumme und liegt über dem Landes- und Bundesdurchschnitt. Das Betriebsergebnis nach Bewertung liege mit 75,4 Millionen Euro sogar noch etwas höher, da aufgrund des erfreulichen konjunkturellen Umfeldes und des allgemein niedrigen Zinsniveaus keine Risiken aus dem Kredit- oder Wertpapiergeschäft durchgeschlagen hätten.

Die Einlagen seien um erfreuliche 3,1 Prozent und damit stärker als im Vorjahr gestiegen. Das Kreditgeschäft mit Unternehmen habe um sechs Prozent auf 3,2 Milliarden Euro zugenommen. „Unser starkes Firmenkundengeschäft, der Einlagenzuwachs und die erfolgreiche Neukundengewinnung mit attraktiven Produkten helfen uns, die Ertragsrückgänge durch das niedrige Zinsniveau zu kompensieren“, fasste Dr. Lüdiger zusammen.

Ziel der Sparkasse bleibe eine hohe Kundenzufriedenheit, die schaffe Stabilität. Die Kreditvergabe an Unternehmen habe sich im vergangenen Jahr sehr dynamisch entwickelt, besonders erfolgreich sei die Entwicklung im Immobilienfinanzierungsgeschäft gewesen, die bemerkenswerterweise gegen den allgemeinen Trend gelaufen sei. Die Sparkasse Holstein setze dabei auf kompetente Berater und zukunftsträchtige Geschäftsfelder wie Erneuerbare Energien oder Auslandsgeschäft. Trotzdem vergebe man keine leichtfertigen Kredite, sondern trete bei den Kunden eher als Sparringspartner auf. Von einem tragfähigen Geschäfts- und Finanzierungskonzept profitierten beide Seiten. „Wenn jemand in Insolvenz geht, ist uns niemand dankbar.“

Der Ausbau des Geschäftsstellennetzes und der Ausbau des Online-Angebotes stünden in keinem Widerspruch. „Wir müssen die unterschiedlichen Kanäle intelligent miteinander verknüpfen, um für den Kunden so Mehrwerte zu schaffen“, erläuterte Vorstandsmitglied Michael Ringelhann. Und sein Kollege Joachim Wallmeroth ergänzt: „Die neuen Standorte in Hamburg bereiten uns viel Freude. Kunden suchen den Kontakt zu uns als ihr persönlicher Chauffeur in Geldangelegenheiten. Unsere Mitarbeiter verkörpern die neue Generation Sparkasse.“

 

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