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Vollbeschäftigung : Spagat zwischen Familie und Fußball

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Malte Buchholz von Fußball-SH-Ligist SV Eichede steht nach Geburt seiner Tochter zwischen Vaterfreuden und sportlichen Verpflichtungen. Vor dem Spiel gegen Schilksee hat l Fousseni Alassani einen neuen Verein gefunden.

Fußball ist ein Lebensgefühl. Für viele Menschen bildet er einen wichtigen Bestandteil in der Freizeitgestaltung. Manchmal aber tritt der von vielen so geliebte Sport in den Hintergrund – sogar bei ambitionierten Spielern. Aus einem erfreulichen Grund geschah genau das am vorletzten Freitag auch bei Malte Buchholz von SH-Ligist SV Eichede. Der 31-Jährige wurde zum ersten Mal Vater. Seine Freundin Lee-Ann (22) brachte eine gesunde Tochter namens Lilly im Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf zur Welt und sorgte für leuchtende Augen beim SVE-Urgestein.

Um möglichst viel Zeit mit seiner kleinen Familie verbringen zu können, hatte Buchholz zunächst Urlaub genommen, diesen aber auch dafür genutzt, um weitere wichtige Dinge zu regeln. „Ich habe mit meinem Arbeitgeber vereinbart in Teilzeit zu arbeiten, werde 20 Stunden pro Woche aktiv sein, um alles unter einen Hut zu bekommen“, erklärt der spielende Co-Trainer der „Bravehearts“. Der Abwehrspieler hat also alles in die Wege geleitet, um den Spagat zwischen privaten, beruflichen und sportlichen Anforderungen zu stemmen.

Gut für den SV Eichede. Denn vor allem bei den Stormarnern gilt der in Hamburg-Winterhude verwurzelte Defensivallrounder immer noch als wichtiger Stammspieler, der nicht zuletzt durch seine Erfahrung aus 206 SH- und acht Regionalliga-Spielen im Kader Akzeptanz findet. Buchholz geht in jeder Situation voran. Eine Eigenschaften, die auch am Sonntag ab 15 Uhr im Ernst-Wagener-Stadion gegen den TSV Schilksee wieder gefragt sein wird. Eine Partie, bei der sich die zwei Mannschaften duellieren, die von sämtlichen Trainern der Fünftligisten vor der Saison als Topfavoriten auf den Aufstieg genannt worden waren.

Umso überraschender, dass sowohl die Stormarner (zwei Remis) als auch die Gäste aus Kiel (eine Niederlage, ein Unentschieden) nach zwei Spieltagen nur eine vergleichsweise enttäuschende Punktausbeute vorweisen können. „Bei uns liegt das definitiv an der mangelhaften Chancenverwertung, dass wir noch nicht gewonnen haben“, erklärt Buchholz das Manko gegen oftmals tief stehende und auf Konter lauernde Kontrahenten. Der 31-Jährige hofft auf ein Erfolgserlebnis am Sonntag. „Wir haben auch vorher schon viel richtig gemacht, schnell nach vorne gespielt. Wenn jetzt auch noch die Effizienz hinzu kommt, bin ich mir sicher, dass die in unserem Kader vorhandene Qualität ausreicht, um zu siegen.“

Während die Stormarner definitiv auf Kapitän Jan-Ole Rienhoff (Gelb-Rot-Sperre) verzichten müssen, hat sich derweil die Personalie Fousseni Alassani geklärt. Der Verein und der „verschollene“ Kicker einigten sich darauf, den Vertrag mit sofortiger Wirkung aufzulösen. Der 23-Jährige hat bereits ein neues Betätigungsfeld gefunden und ist in die Regionalliga Nord-Ost zum Berliner AK gewechselt.

Anpfiff: Sonntag um 15 Uhr im Ernst-Wagener-Stadion.

Schiedsrichter: Mirka Derlien (Dahme).

Nicht dabei: Jan-Ole Rienhoff (gesperrt), Marcel Anton (Ermüdungsbruch im Mittelfuß), Dennis Wagner und Petrik Krajinovic.

Voraussichtliche Aufstellung: Berndt – Plate, Buchholz, Marschner – Baloki, Koops, Heidenreich, Fischer – Maltzahn, Lechler, Janelt.


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