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Remiskönige : Später Ausgleich trübt die Stimmung

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

In der Fußball-Regionalliga hat der VfB Lübeck eine knappe Führung gegen den TSV Havelse nicht über die Zeit gebracht und musste sich am Ende mit einem 2:2 bescheiden. Für die Lübecker war es bereits das vierte Remis in den vergangenen fünf Partien.

Der VfB Lübeck ist auf dem besten Weg, sich zum Remiskönig der Fußball-Regionalliga Nord zu entwickeln. Auch im letzten Heimspiel des Jahres reichte es für die Hansestädter mit dem 2:2 (1:1) gegen den TSV Havelse erneut nur zu einer Punkteteilung – das inzwischen vierte Unentschieden aus den letzten fünf Begegnungen.

Im Spiel gegen Tabellenvierten vollzog VfB-Trainer Denny Skwierczynski im Vergleich zum starken Auftritt am letzten Wochenende beim Ligakrösus Hamburger SV II (2:2) zwei Wechsel. So ersetzte Tomek Pauer im Offensivzentrum des 4-2-3-1 den gelbgesperrten Marcello Meyer. Dazu besetzte Christian Rave anstelle von Finn Thomas die Position auf der rechten Außenbahn.

Nach kurzer Abtastphase ließ schon die erste nennenswerte Möglichkeit die Hausherren in Rückstand geraten. Nachdem sich Maurice Maletzki über die linke Seite gegen Dennis Voß durchgesetzt und geflankt hatte, war Hilal El-Helwe zur Stelle und nutzte die unfreiwillige Vorarbeit von Keeper Jonas Toboll, dessen Abwehr den Ball nicht entscheidend aus der Gefahrenzone befördert hatte, zum 0:1 gnadenlos aus (10.). Doch wie schon zuletzt in Hamburg zeigten sich die Lübecker vom frühen Rückstand unbeeindruckt und kamen nur 90 Sekunden später zum Ausgleich. Zwar parierte Havelses Keeper Alexander Meyer zunächst bravourös gegen Stefan Richter, doch beim Nachschuss des goldrichtig positionierten Andre Senger war dann auch der TSV-Schlussmann chancenlos. Dieses 1:1 war aber nicht wie in Hamburg der Startschuss zu einem Feuerwerk. Beide Teams neutralisierten sich im weiteren Verlauf. Immerhin setzte Christian Rave nach einer halben Stunde noch ein kleines Zeichen, wurde allerdings aus spitzem Winkel noch abgeblockt. Der Offensivspieler war es auch, der einen Freistoß von der Strafraumgrenze in die Abwehrmauer jagte (37.). So blieb es trotz optischer Vorteile des VfB und mehr Ballbesitz zur Pause beim Remis.

Havelse erwischte nach dem Wiederanpfiff den besseren Start, nutzte aber durch Mitchell Jordan die Chance zur Führung nicht, weil Toboll zur Stelle war (50.). Effektiver zeigte sich indes der VfB Lübeck. Der Freistoß des eingewechselten Kevin Wölk wurde nicht geklärt und landete über Umwege bei Kapitän Moritz Marheineke, der zum 2:1 eindrückte (61.). Die Lübecker versuchten nachzusetzen, ließen es allerdings an der Präzision fehlen. Auch weil sich Stefan Richter nach einem Konter und Vorarbeit von Andre Senger alleine aufs Tor zustrebend den Ball zu weit vorlegte (73.), blieb es weiter spannend. Doch da lediglich ein Standard von Erhan Yilmaz, der sich über das Gehäuse von Toboll senkte (83.), für einen Hauch von Gefahr vor dem VfB-Tor sorgte, roch alles nach dem ersten Heimsieg der Grün-Weißen seit dem 13. September. Doch es kam anders: Erneut El-Helwe schockte mit einer Einzelleistung für einen Stich mitten ins VfB-Herz und eine unter dem Strich gerechte Punkteteilung (87.). VfB-Coach Denny Skwierczynski war dennoch angefressen: „Wir sind mächtig enttäuscht, weil es wieder nur zu einem Punkt gereicht hat. Wir hätten einfach das 3:1 machen müssen“, ärgerte sich der Lübecker Trainer.


VfB Lübeck: Toboll – Voß, Wehrendt, Marheineke, Sirmais – Theißen, Nogovic – Rave, Pauer, Senger – Richter.

TSV Havelse: Meyer – Degner, Plume, Jöcks, Kalinowski – El.Helwe, Bertalan, Yilmaz, Maletzki – Jordan, Wolf.

SR: Dr. Hussein (Bad Harzburg).

Zuschauer: 1304.

Tore: 0:1 El-Helwe (10.), 1:1 Senger (12.), 2:1 Marheineke (61.), 2:2 El-Helwe (87.).


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erstellt am 24.Nov.2014 | 08:00 Uhr

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