Bargteheide : Sozialverband zählt mehr Mitglieder als die Parteien

Der neue Vorstand des 8200 Mitglieder zählenden SoVD Kreisverband Stormarn.
Der neue Vorstand des 8200 Mitglieder zählenden SoVD Kreisverband Stormarn.

Der SoVD wählt einen neuen Kreisvorstand. Irmtraut Sarau bleibt Vorsitzende.

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28. Mai 2018, 15:25 Uhr

Alte und neue Vorsitzende des 8200 Mitglieder zählenden SoVD Kreisverband Stormarn ist Irmtraut Sarau, die seit acht Jahren an der Spitze des Kreisverbands steht. Sie erhielt mit 61,5 Prozent der abgegebenen Stimmen einen kleinen Dämpfer bei ihrer Wiederwahl, weil ihr wohl manche Delegierte die Auseinandersetzungen im Ortsverband Jersbek/Bargfeld-Stegen/Nienwold des SoVD (Sozialverband Deutschland) ankreideten.

Die drei stellvertretenden SoVD-Kreisvorsitzenden wurden mit großen Mehrheiten in ihre Funktionen gewählt: Helmut Uder aus Reinbek mit 94,5 Prozent, Jörg Wischermann aus Reinbek mit 87 Prozent und Andreas Guhr aus Bad Oldesloe mit 92,4 Prozent der abgegebenen Stimmen. Landrat Dr. Henning Görtz, der zum ersten Mal in dieser Eigenschaft beim SoVD Kreisverband zugegen war, lobte die schlagkräftige Gruppe und die gute Mitgliederbindung. „Der SoVD ist der größte soziale Interessensverband in Stormarn. Er hat mehr Mitglieder als alle politischen Parteien in Stormarn zusammen. Das ist auch Macht.“ Eindringlich appellierte der Landrat, „in der wohlhaben Region Stormarn die wirtschaftlich Schwächeren nicht aus den Augen zu verlieren“.

Die aus dem geschäftsführenden Vorstand ausscheidende Frauenbeauftragte Ute Rehders aus Glinde, gab in ihrer Abschiedsrede den Delegierten noch mit auf dem Weg, dass „Frauen im SoVD eine Macht sind. Ohne Frauen geht nichts“. Aber in Führungspositionen auf Ortsebene seien sie noch unterrepräsentiert. „Das muss sich ändern“, sagte sie und forderte, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf dringend zu verbessern.

Aus der Hand des ehemaligen schleswig-holsteinischen Justizministers Dr. Klaus Klingner, der den Paritätischen – ein Zusammenschluss vieler Wohlfahrtsverbände – vertritt, wurde der langjährige frühere SoVD Kreis- und Ortsverbandsvorsitzende Wilfried Wickler aus Tangstedt für seine herausragenden Verdienste mit dem goldenen Ehrenzeichen des Landesverbands ausgezeichnet.

In verabschiedeten Anträgen sprachen sich die Delegierten mehrheitlich für eine breite gesellschaftspolitische Diskussion zum Grundeinkommen aus und forderten einen nach regionaler Kaufkraft gestalteten Mindestlohn von 15 Euro. Die gesetzliche Rente müsse gestärkt werden, die politisch beschlossene Absenkung des Renteniveaus gestoppt und das Rentenniveau wieder auf 53 Prozent angehoben werden.

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