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Sonntag werden mehr als 800 politische Mandate vergeben

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erstellt am 25.Mai.2013 | 03:59 Uhr

Bad Oldesloe | 774 Mandate in Gemeinde- und Stadtver tretungen sowie 49 Sitze im Kreistag werden am Sonntag vergeben. Um die Gunst der Stormarner buhlen nicht nur CDU, SPD, FDP, Grüne und Linke, sondern auch mehr als 60 Wählervereinigungen. 194 640 Frauen, Männer und Jugendliche ab 16 Jahren sind wahlberechtigt, 66 00 mehr als 2008. Nicht nur Stormarner, auch EU-Ausländer, wenn sie sechs Wochen vor dem Wahltermin hier gelebt haben.

Mehr als die Hälfte der Wahlberechtigten sind Frauen, bei den Kandidaten dominieren die Männer. 127 der 191 Kreistagskandidaten sind männlich (66,5 Prozent). Die Stimmen können in 202 Wahllokalen abgegeben werden, wo mehr als 1600 Wahlhelfer sitzen werden. Hinzu kommen die vielen Mitarbeiter in den Rathäusern und Verwaltungen. In den Städten und Gemeinden über 10 000 Einwohner hat der Wähler nur eine einzige Stimme, zwischen 5000 und 10000 Einwohner sind es zwei, in den kleinen Gemeinden bis zu sieben Stimmen. Panaschieren ist erlaubt, kumulieren nicht. Das heißt: Man kann einen oder sieben Kandidaten ankreuzen, aber niemanden mehr als einmal. In Jersbek kann man seine Stimmen auf 28 Kandidaten verteilen, die in vier Gruppierungen antreten. Ähnlich groß ist die Auswahl in Rümpel und Elmenhorst. In Nienwohld, Grabau und Toden dorf tritt dagegen nur eine einzige örtliche Gruppierung an.

Bei der Kreiswahl (auf dem pinken Bogen) hat jeder nur eine Stimme. 2008 hatte die CDU 28 der 29 Wahlkreise gewonnen. Durch sieben Überhang- und acht Ausgleichsmandate wurde der Kreistag von 49 auf 64 Abgeordnete aufgebläht. Dieses Mal gibt es nur 25 Wahlkreise. Meistens bilden die Ämter und hauptamtlichen Gemeinden einen Wahlkreis. Kleine Städte sind ein Wahlkreis, größere haben zwei (Bargteheide) oder drei (Ahrensburg, Bad Oldesloe, Reinbek). Immer klappte die Aufteilung nicht: Travenbrück muss bei Oldesloe West mitwählen, Bargfeld-Stegen und Nienwohld wurden mit Tangstedt "vereinigt".

Den ältesten und den jüngsten Bewerber hat die CDU in ihren Reihen: Hans Helmut Enk (78) aus Reinbek und Tim Conway Reznik, 18, aus Barsbüttel, der allerdings chancenlos ist. Die Bandbreite der SPD ist nicht ganz so groß, Christian Rink aus Bargfeld-Stegen ist drei Jahre jünger als Enk, Sebastian Schütt aus Bargteheide sieben älter als Reznik. Die Linken sind größtenteils in den 40er Jahren geboren, die Grünen überwiegend in den 60er Jahren. "Junges Gemüse" fehlt beiden auf ihrer Kreisliste. Auch die FDP ist relativ homogen. Spitzenkandidat Wurch ist mit 65 der älteste, der jüngste steht auf Platz 2: Thomas Bellizzi, Jahrgang 1982.

In der Kreisverwaltung laufen am Wahlabend alle Zahlen zusammen. Die Ergebnisse werden im Kreistag an Pinwänden notiert und auf Leinwand projiziert. Erstmals steht auch eine kostenlose App der Berninger Software GmbH für Apple, Android, Blackberry und Windows zur Verfügung. Sie funktioniert immer dann, wenn Kreis, Amt oder Stadt mit der Auswertungssoftware PC-Wahl arbeiten.

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