Bad Oldesloe : Sonnenschutz auf Nordwest

Die Fenster des Stormarnhauses waren im Sommer vergangenen Jahres saniert worden.
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Die Fenster des Stormarnhauses waren im Sommer vergangenen Jahres saniert worden.

Kreisverwaltung rüstet sanierte Fenster auch auf der Kurpark-Seite mit Jalousien nach. Kosten: 45000 Euro.

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04. Mai 2015, 12:00 Uhr

Die etwas kuriose Geschichte der Sanierung und Aufstockung des Stormarnhauses ist um ein kleines Kapitel reicher. Bei der Sanierung der Fenster auf der Nordwestseite Richtung Sülzberg waren keine Jalousien vorgesehen, da auf dem Abhang Richtung Kurpark viele große Bäume stehen und die Sonne frühestens ab 15.30 oder 16 Uhr ein paar Strahlen ins Büro schicken kann.

Trotzdem erachtete die Kreisverwaltung eine nachträgliche Nachrüstung der Fenster nun als „erforderlich, um den Anforderungen des Arbeitsschutzes und des Personalrates gerecht zu werden“. So heißt es in der Vorlage für die Sitzung des Finanzausschusses heute um 18.30 Uhr. Im Klartext: Es gab Beschwerden von Mitarbeitern, und der Personalrat hat auf einer Nachrüstung der Jalousien bestanden, auch wenn die Sonne– wenn überhaupt – außerhalb der Kernarbeitszeit ins Büro scheint. Die Kosten von 45  000 Euro hat Landrat Klaus Plöger bereits bewilligt. Das Geld wird von einer „erwarteten Mehreinnahme“ bei der Dividende von Hanse Werk AG“ genommen.

Die Sanierung der Fenster im Stormarnhaus war für 550  000 Euro mit in Auftrag gegeben worden, weil sie bei der Aufstockung des Gebäudes gleich mit erledigt werden sollte. Und man entschied sich, gleich das komplette Dachgeschoss auszubauen, weil der IT-Verbund da einziehen wollte. Daraus wurde allerdings nichts. Die Suche nach anderen Abteilungen gestaltete sich schwierig, weil niemand ins Großraumbüro wollte. So mussten für 80  000 Euro Glaswände nachgerüstet werden. Auch die Möblierung wurde mit 157  500 Euro. mehr als doppelt so teuer, wobei allerdings auch die Zahl der Arbeitsplätze durch den Komplettausbau von 24 auf 40 gestiegen war.

In der Sitzung im Raum D  132 im Gebäude Mommsenstraße 11 soll der Finanzausschuss auch Mehrkosten von 50  000 Euro für „werterhaltenden Maßnahmen beim Schloss Reinbek“ billigen. Und es geht um die wieder gesenkte Kreisumlage sowie Budgetprognosen. Die Kreispolitiker hatten im Dezember eine Erhöhung der Umlage beschlossen, die sie ein paar Wochen später wieder zurücknehmen mussten, weil es hohe Mehreinnahmen gab. Das möchten sie in Zukunft vermeiden und hatten die Verwaltung beauftragt, dafür ein Konzept vorzulegen.

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