Sommer, Sonne, Solarheizung

Volles Schwimmbad: Bei schönem Wetter tummeln sich viele Besucher im Steinhorster Freibad.  Foto: Schlüter-Hürdler
Volles Schwimmbad: Bei schönem Wetter tummeln sich viele Besucher im Steinhorster Freibad. Foto: Schlüter-Hürdler

Im beliebten Freibad hat sich die Beheizung mit Solarwärme bewährt / Viele Gäste aus Stormarn

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08. Juli 2013, 03:59 Uhr

Steinhorst | 32 Grad im Schatten, Wassertemperatur 23 Grad - so steht es auf der Tafel im Freibad Steinhorst. Ein wunderbarer Tag zum Schwimmen und Planschen im 35 mal 25 Meter großem Becken, zum Relaxen und Sonnen. Dementsprechend bevölkert sind daher nicht nur das Schwimmbecken, sondern auch die große Liegewiese, auf der eine uralte Trauerweide angenehmen Schatten spendet. Waghalsige Jugendliche machen Kopfsprünge vom Sprungbrett, Kleinkinder planschen mit ihren Müttern im überdachten Kinderbecken. Schon seit den Morgenstunden sind Ute Frädrich und Malte Preisker von der DLRG Steinhorst ununterbrochen im Einsatz. "Wir sind immer zu Zweit vor Ort", erklärt Rettungsschwimmer Malte. 200 Mitglieder zählt die DLRG in Steinhorst, die im Freibad auch ihre Rettungsschwimmer ausbildet. 1956 wurde das Schwimmbad bereits eröffnet, seit 1957 ist die DLRG aktiv vor Ort. Auch alle Schwimmprüfungen werden im Sommer dort abgenommen.

Seit jeher ist das Freibad in seinem Heimatort ein beliebter Freizeitspaß - nicht nur für die Steinhorster sondern auch viele Kinder und Familien aus den umliegenden Dörfern. "Sehr viele Badegäste auch aus dem Kreis Stormarn nutzen unsere hochmoderne und gepflegte Anlage", weiß Heinz-Peter Strunck vom Förderverein des Schwimmbades. 39 Jahre war er Bürgermeister von Steinhorst, gab erst jetzt sein Amt ab, kümmert sich aber weiterhin um das Projekt "Schwimmbad". Die Badegäste kommen aus Rethwisch, Westerau, Eichede, Mollhagen, Sprenge, Stubben, Schmachthagen, Pölitz und Ahrensfelde - denn das Steinhorster Bad ist weit und breit eindeutig das schönste und größte.

Dass dies auch in Zukunft so bleibt, lassen sich Gemeinde und Förderverein eine Menge kosten. Das beliebte Familien-Freibad verschlingt jährlich 40 000 Euro Betriebskosten, wovon das Amt Sandesneben / Nusse die Hälfte zahlt.

Um Umwelt und Kosten zu schonen und das Bad noch attraktiver zu gestalten, wurden insgesamt 290 000 Euro investiert. "All dies ist nur möglich geworden durch die große finanzielle Unterstützung der Aktiv Region Lauenburg Nord", erklärt Strunck. Sie förderte die neue solarthermische Erwärmungsanlage, die erneuerte Filtertechnik zur Reinigung des Wassers, die neue Elektrik im Pumpenhaus sowie die Umstellung der Wasserdesinfektion von Chlorgas auf Chlor-Pellets mit insgesamt 147 000 Euro. 14 000 Euro steuerte der Förderverein bei, den Rest übernahmen die Gemeinde Steinhorst und einige Nachbargemeinden. Ein weiteres Projekt ist der Anbau mit Umkleideräumen, der im Dezember fertig gestellt sein soll. "Mit der Montage der Solaranlage und der Schwimmbadabdeckung sorgt die Gemeinde für umweltfreundliche und wirtschaftliche Nutzung der Sonnenenergie", so Strunck weiter. Erwärme man das Schwimmbecken mit einer Ölheizung, müsste die Gemeinde jährlich rund 8000 Euro Öl kaufen. Das spare man jetzt. Seit 2011 läuft die Steinhorster Anlage wie am Schnürchen. Der scheidende Bürgermeister hofft, dass auch andere Gemeinden bei Projekten die EU-Fördermittel in Anspruch nehmen werden.

Das Freibad Steinhorst hat im Sommer montags von 13 bis 19 Uhr, dienstags, mittwochs, freitags und sonnabends jeweils von 9 bis 12 Uhr und 13 bis 19 Uhr, donnerstags sogar bis 20 Uhr und am Sonntag von 9 bis 12 und 13 bis 18 Uhr geöffnet. Eine Tageskarte für Kinder kostet 2, für Erwachsene 3 Euro. Erwachsene zahlen für eine Saisonkarte 35, Familien 75, Schüler 18 Euro. Weitere Informationen unter (04536) 475.

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