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Bargteheide : „Solche Kontakte auf lokaler Ebene sind wichtig“

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

14. Verwaltungsaustausch zwischen Bargteheide und der Partnerstadt Zmigrod.

„Wir haben in den vergangenen Jahren einen großen Sprung nach vorn gemacht“, erläutert Marta Kaminska. Gemeint ist damit die Region mit Bargteheides polnischer Schwesterstadt Zmigrod. In dieser Woche gastiert die Polin im Bargteheider Rathaus. Es ist bereits der 14. Verwaltungsaustausch mit Zmigrod. Streng genommen arbeitet Marta Kaminska nicht direkt in der Verwaltung, sie ist Geschäftsführerin eines touristischen Vereins ähnlich der Aktivregion Alsterland. Vorstandsvorsitzender ist Zmigrods Bürgermeister Robert Lewandowski.

„Wir vertreten zehn Kommunen und zwei Landkreise“, erklärt sie. Das Gebiet umfasst den Teil Niederschlesiens, der nördlich von Breslau liegt. Bisher erstreckte sich die Vereinsarbeit vor allem auf den Ausbau des Radwegenetzes, denn die Förderung des Tourismus ist ein Schwerpunkt. Im kommenden Jahr soll das Netz von 140 km fertig sein. Die Wege verlaufen meist abseits der Straßen und sind so sehr attraktiv. Die Europäische Union fördert die regionalen Projekte großzügig.

Die Landschaft um Zmigrod sei sehr abwechslungsreich, sagt Marta Kaminska: „Wir haben das Katzengebirge, wo auch Extremsportler auf ihre Kosten kommen und das Bartsch-Flusstal.“ Auch Wanderwege und Kajakrouten sind dort ausgewiesen. Zum Tourismus-Konzept gehört auch die Vermarktung regionaler Produkte aus Handwerk und Landwirtschaft, die zum Teil schon auf Öko-Landbau umgestellt ist.
Die Bevölkerung habe ebenfalls viel investiert, es seien Ferienhäuser, Restaurants und Bildungsstätten entstanden. Auch die Parkanlage um die Ruine des Hatzfeldt-Schlosses wurde mit EU-Mitteln saniert. Die Germanistin, Dolmetscherin und Reiseführerin Marta Kaminska lernt in dieser Woche das politische und kulturelle Leben in Bargteheide kennen. Betreut wird sie dabei von Melanie Malchau.

„Solche Kontakte auf lokaler Ebene sind wichtig, um den Zusammenhalt in der EU zu fördern“, sagt Bürgermeisterin Birte Kruse-Gobrecht. Die Gemeinschaft von offenen Gesellschaften müsse auch vor Ort gelebt werden, auch in der Würdigung der wechselhaften deutsch-polnischen Geschichte. „Es ist wichtig, dass man sich austauscht und weiter zusammenrückt.“ Auch das Büro von Lewandowski wünscht engere Bindungen nach Deutschland und hofft darauf, dass so weitere Freundschaften entstehen.

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