Kommunalwahl : So wählte Bargteheide-Land

Die Urnen sind inzwischen geleert, die Stimmen ausgezählt: In Elmenhorst ist allerdings ein Losentscheid erforderlich.
Die Urnen sind inzwischen geleert, die Stimmen ausgezählt: In Elmenhorst ist allerdings ein Losentscheid erforderlich.

Welche Partei oder Wählergemeinschaft legt zu oder muss Verluste hinnehmen? Die Sitzverteilung in den Gemeinden. In Elmenhorst bleibt es noch spannend, da muss per Los entschieden werden.

shz.de von
08. Mai 2018, 06:00 Uhr

Die Kreuze sind gesetzt, die Ergebnisse der Gemeindewahl 2018 im Kreis stehen – bis auf wenige Ausnahmen – fest. So votierten beispielsweise die Bürger in den Gemeinden des Amtes Bargteheide-Land.

Bargfeld-Stegen: Déjà-vu für die CDU. Die Christdemokraten kommen wie schon vor fünf Jahren auf genau 34,7 Prozent, müssen sich aber der SPD geschlagen geben. Die macht Boden gut, erreicht 35,8 Prozent (2013: 31,1 %). Noch gestärkter geht die FDP aus der Gemeindewahl hervor und verbessert sich von 19,0 auf satte 29,5 Prozent. Die 17 Sitze teilen sich wie folgt auf: Jeweils sechs Sitze haben CDU und SPD. 5 Sitze gehen an FDP.

Delingsdorf: Einen Absturz erlebt die Wählergemeinschaft. Sie ist zwar immer noch stärkste Kraft, büßt aber gewaltig ein und sackt von 66,9 auf 51,0 Prozent ab. Christ- und Sozialdemokraten legen dementsprechend zu: Zehn Prozent geht es für die CDU rauf: 29,9 % (19,7) – um knapp sechs Prozent steigert sich die SPD 19,1 % (13,4 vor fünf Jahren).

Elmenhorst: Die Unabhängigen Bürger Elmenhorst müssen Verluste hinnehmen und kommen „nur noch“ auf 35,7 Prozent (2013: 40,0). Ebenso trifft es CDU (20,9; 2013: 23,8 %) und SPD (16,5; 2013: 19,1 %). Für die Bürger-Gemeinschaft Elmenhorst läuft es derweil besser. Die BGE steigert sich von 17,1 auf stolze 26,9 Prozent. Die Sitzverteilung sieht folgendermaßen aus. UBE: 6 Sitze, BGE: 4 Sitze, CDU: 4 Sitze, SPD: 3 Sitze. Besonderheit: Bernd Fritz, Björn Fritz und Dieter Schwarz haben im WK 1 jeweils 125 Stimmen und damit je die zweitmeisten Stimmen im Wahlkreis. Es werden daher zwei dieser drei Bewerber unmittelbar in die Gemeindevertretung einziehen: Die Entscheidung fällt per Los. Sofern auch Dieter Schwarz (Listenplatz 5) per Losentscheid einen unmittelbaren Sitz gewinnt, wird als Listenbewerber Bernd Fritz (Listenplatz 2) oder Björn Fritz (Listenplatz 3) einziehen. Marc Wittner würde dann keinen Sitz erhalten.

Hammoor: Die Gemeinde zeigt sich relativ konstant: Die AWH (Allgemeine Wählergemeinschaft) verliert leicht: 56,7 Prozent (2013: 57,2 %). Die CDU legt leicht zu: 43,3 Prozent (42,8 %). Sitzverteilung: AWH 7 und CDU 6 .

Jersbek: Hier sind die Christdemokraten die Verlierer und büßen knapp drei Prozent ein (15,5 Prozent; 2013: 18,6 %). Knapp ein Prozent verliert die SPD (9,1; 2013: 10,0 %). Die Wähler-Allianzen legen zu: BFJ (Bürger für Jersbek) um 2,6 Prozent (34,7; 2013: 32,1 %), die UWG (Unabhängige Wählergemeinschaft) von 39,3 auf 40,7 Prozent. Sitzverteilung: UWG 5, BFJ 5, CDU 2, SPD 1.

Nienwohld: Komfortable Ausgangslage: Nur die Aktive Wählergruppe Nienwohld (AWN) ist im Rennen – macht 100 Prozent und somit 9 Sitze im Gemeinderat.

Todendorf: Monopolstellung wie in Nienwohld. Die Allgemeine Freie Wählergemeinschaft ((AFWT) ist allein auf weiter Flur und besetzt die insgesamt 11 Sitze.

Tremsbüttel: In der Gemeinde profitiert die CDU vom Wählerwillen und macht mehr als zwölf Prozent gut. 38,5 Prozent kommen am Ende heraus. 2013 waren es 26,1 %. Die KWG (Kommunale Wählergemeinschaft Tremsbüttel) verliert kräftig und landet bei 48,5 Prozent (2013: 57,9 %). Die SPD verliert drei Prozent und pendelt sich bei 13,0 % ein – 2013: 16,1 Prozent. Sitzverteilung: KWG 6, CDU 5 und SPD 2.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen