zur Navigation springen

Landtagswahl : So viele Stormarner wie noch nie dürfen wählen

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Weil erstmals auch 16-Jährige den Landtag mitbestimmen dürfen, sind 198 000 Stormarner wahlberechtigt.

von
erstellt am 04.Mai.2017 | 06:00 Uhr

17 Männer und sieben Frauen bewerben sich in den drei Stormarner Wahlkreisen für einen Platz im neuen Landtag. Realistische Chancen haben nur die Direktkandidaten von CDU und SPD sowie Anita Klahn aus Bad Oldesloe, die auf der FPD-Landesliste auf Platz drei steht. Bei den Grünen ist Ruth Kastner-Ebbers aus Bargteheide zwar Landesvorsitzende, hat aber keinen Listenplatz. Eine theoretische Chance hätte der stellvertretende Stormarner AfD-Vorsitzende Volker Schnurrbusch, der auf Platz 5 der Landesliste steht. Nach den Prognosen kommt die AfD in den Landtag. Für die Linken ist das knapp, die Piraten haben laut Umfragen keine Chance auf Wiedereinzug.

Rainer Wiegard, der den Wahlkreis 28 (Stormarn-Nord) 2012 für die CDU gewonnen hatte, hatte nicht wieder kandidiert. Der Wahlkreisabgeordnete wird aber weiterhin aus Bargteheide kommen. Sowohl Claus Christian Claussen, der für die CDU antritt, als auch SPD-Bewerberin Susanne Danhier kommen aus Bargteheide. Mit Platz 22 – so viele Abgeordnete hat die SPD zurzeit – hat Danhier anders als Claussen auch ohne Direktmandat eine Chance auf einen Landtagssitz. Martin Habersaat (SPD) ist mit Platz 5 auf der Liste der erneute Einzug in den Landtag sicher. Allerdings möchte der Reinbeker den Wahlkreis 30, Stormarn-Süd, natürlich wie 2012 wieder direkt gewinnen. Das versucht auch CDU-Vertreter Lukas Kilian. Der jüngste Stormarner Landtagskandidat muss Habersaat schlagen, um in den Landtag zu kommen.

Im WK 29 (Stormarn-Mitte) tritt Tobias Koch (CDU) als Platzhirsch an. Sein Gegenkandidat ist erneut Tobias von Pein, der 2012 als SPD-Nachrücker in den Landtag kam. Ob Listenplatz 15 dieses Mal reicht, wird man frühestens am Wahlabend wissen. Auf den Stimmzetteln, die dieses Mal größer und mit farbigen Parteilogos versehen sind, stehen sieben, im WK 30 sogar zehn Direktkandidaten. Auf die Zweitstimme hoffen 13 Parteien.

Zur Wahl aufgerufen sind am Sonntag 198  000 Stormarner, 69  500 in Stormarn Nord, 65  400 in Stormarn Mitte und gut 63000 in Stormarn Süd. Jeder Zehnte wird zum ersten Mal einen Landtag wählen können, darunter 7800 junge Leute zwischen 16 und 18 Jahre. 2012 waren die unter 18-Jährigen noch nicht wahlberechtigt.

Erstmals konnten sich die Gemeinden auch für Briefwahlämter statt einer Auszählung im Dorf entscheiden. Die Ämter Nordstormarn sowie Bad Oldesloe- und Bargteheide-Land werden die per Brief abgegebenen Stimmen in den Verwaltungen auszählen. Sie können damit nicht mehr den Gemeinden zugeordnet werden. Die Zahlen von 2012 und 2017 sind also nur bedingt vergleichbar. Die Zahl der Briefwähler ist in Stormarn relativ hoch und leicht steigend. Zurzeit lag sie bereits gestern zwischen zehn und 13,5 Prozent.

In der Kreisverwaltung laufen am Sonntagabend alle Ergebnisse aus den 206 Wahllokalen ein. Das Team um Hermann Harder und Wolfgang Krause trägt die übermittelten Zahlen in Tabellen ein, die zeitgleich auf der Internetseite des Kreises sowie in der App Wahlportal erscheinen. Ein Stormarner Ergebnis wird es zwar auch geben, allerdings wird dabei nur Wentorf herausgerechnet, das zum WK 30 gehört, aber Tangstedt nicht hinzugenommen, das zum WK Norderstedt gehört.

„Wir starten am Sonntag um 16.30 Uhr“, sagt Harder, der hofft, dass er gegen 21.30 Uhr ein Endergebnis verkünden kann. Auch wenn es dann noch bis gegen 23 Uhr weitergeht, „die eigentliche Arbeit fängt für uns am Montag an, wenn wir alle Protokolle aus den Wahllokalen nachprüfen müssen“, so Harder.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen