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Stormarner Tageblatt

15. Dezember 2017 | 21:25 Uhr

Bad Oldesloe : So viel Bio war noch nie

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Mehr Biomüll: Die Vergärungsanlage in Trittau erweitert ihre Kapazität um 25 Prozent.

von
erstellt am 16.Dez.2015 | 15:52 Uhr

Seit Eröffnung der Biomüll-Vergärung in Trittau und der Umstellung des Tarifsystems ist die Menge des Bioabfalls um 6000 Tonnen gestiegen. Im Herzogtum Lauenburg doppelt so stark wie in Stormarn, das mit 20  200 Tonnen aber weiterhin mehr Biomasse abliefert als der Nachbarkreis (15  700). Nochmal die gleiche Menge landet allerdings weiterhin im Restmüll. Die hätte die AWSH gerne, auch wenn man es zurzeit gar nicht verarbeiten könnte.

Auf 30  000 Jahrestonnen war die Trittauer Anlage ausgelegt. Weil die Verträge mit dem Kompostwerk in Wulksfelde auslaufen, wo Stormarn pro Jahr 4500 Tonnen zu hohen Preisen anliefern musste, wird in Trittau ab 2016 der komplette Biomüll aus dem Lauenburgischen und aus Stormarn vergärt, in beiden Kreisen also mindestens so viel wie die 36  000 Tonnen in diesem Jahr.

„Wir haben gerade die Betriebsgenehmigung für 38  000 Tonnen erhalten“, sagt Betriebsleiter Axel Herrfurth. Gutachterlich war festgestellt worden, dass diese Menge in der bestehenden Anlage problemlos verarbeitet werden kann. Aktuell werden rund vier Millionen kwh Stunden Strom und etwa 2,3 Millionen Kubikmeter Gas pro Jahr erzeugt.

Die radikal gesenkten Preise für Biomüll, die 2016 weiter zurückgehen, haben dazu geführt, dass in den vergangenen beiden Jahren mehr als 23  000 neue Biomüll-Tonnen aufgestellt wurden, hauptsächlich im Herzogtum Lauenburg. In beiden Kreisen steht nun bei mehr als 80 Prozent der Haushalte eine braune Tonne. Die steigende Masse an Bioabfall hat allerdings nicht zu einer adäquaten Abnahme des Restmülls geführt. Im Herzogtum ging es leicht, von 34  000 auf 32  000 Tonnen zurück, in Stormarn sind es unverändert 43  000 Tonen. Die AWSH wertet das trotzdem als Erfolg: „Beide Kreise haben schließlich steigende Einwohnerzahlen“, so Dennis Kissel, Geschäftsführer der Abfallwirtschaft Südholstein GmbH.

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