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Stormarner Tageblatt

23. Oktober 2017 | 08:56 Uhr

Bad Oldesloe : Sky-Markt kommt weg

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Kaufland übernimmt den Oldesloer Standort und die Mitarbeiter von der Ratzeburger Straße. Ein Teilabriss und -neubau des Gebäudes soll notwendig werden.

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erstellt am 16.Okt.2015 | 06:00 Uhr

Die Vorzeichen waren mehr als deutlich: Die Bäckerei Junge ging weg, das Angebot wurde immer kleiner. Schon seit einer Weile machen Gerüchte die Runde, der Sky-Markt an der Ratzeburger Straße werde zum Jahresende schließen. Erste Mitarbeiter hätten schon die Kündigung bekommen. „An den Geschichten ist nichts dran!“, dementierte die Pressestelle von Coop eine entsprechende Anfrage noch vor wenigen Tagen.

Doch das Gegenteil ist jetzt amtlich: Sky macht zu. Die Nutzer im Gebäude wurden darüber schriftlich informiert. „Sky wird von Kaufland übernommen“, heißt es darin. Das sei zwar an gewisse Voraussetzungen gekoppelt, mit deren Eintreten werde aber im Verlauf des Jahres 2016 gerechnet. „EfAs Kleiderkiste“ zählt zu den Betroffenen. Wie Leiterin Ilse Siebel berichtet, sei ihr schriftlich zugesichert worden, dass sie spätestens drei Monate vor eventuellen Änderungen informiert werde.

„Kaufland übernimmt den bisherigen Sky-Standort in Bad Oldesloe an der Ratzeburger Straße und plant dort als Mieter die Ansiedlung eines neuen Lebensmittelfachmarkts mit einer Verkaufsfläche von rund 3000 Quadratmetern“, bestätigt Sprecherin Christine Axtmann. Die mehr als 50 Mitarbeiter würden übernommen. Zu dem Handel gehört auch der Sky-Standort in Itzehoe, den Kaufland ebenfalls möchte – was allerdings unter kartellrechtlichem Vorbehalt steht.

Derzeit werde unter Hochdruck ein Bauantrag erstellt. Christine Axtmann: „Wenn alles planmäßig verläuft, kann der Baubeginn im Sommer 2016 erfolgen.“ Offensichtlich wird der Wechsel, wenn Abrissarbeiten beginnen. Der Supermarkt müsse jedoch nicht komplett verschwinden. „Was wir brauchen, wird neu gebaut“, so Axtmann. Das hat statische Gründe, weil die Deckenlast nicht ausreichend ist.

Sprecherin Axtmann: „Die Mitarbeiter werden für die Dauer der Bauzeit in den umliegenden Filialen eingearbeitet. Nach Fertigstellung der Filiale kehren sie an den Standort zurück.“ Der Umbau soll zeitnah erfolgen, auf konkrete Termine wollte sich die Kaufland-Sprecherin aber nicht festlegen.

Für den Markt wurden im August 1997 rund 2600 Quadratmeter Ausstellungs- und Verkaufsfläche genehmigt. Im Nachgang wurde ein Jahr später einem Plus von 200 Quadratmetern zugestimmt. Hinzu kommen fünf Shops mit einer Verkaufsfläche von zusammen nochmals 400 Quadratmetern. Laut B-Plan wäre eine maximale Grundfläche von 4000 Quadratmetern möglich (bereits ausgereizt) und eine maximale Verkaufsfläche von 3400 Quadratmetern. „Es gab ein Vorsondierungsgespräch“, sagt Bauamtsleiter Thilo Scheuber. Die neue Planung kenne die Bauverwaltung noch nicht. Er machte allerdings deutlich: „Wir möchten nicht mehr Verkaufsfläche haben.“ Damit liegt er auf der Linie von Bauausschussvorsitzender Maria Herrmann (SPD): „Ich sehe die Grenzen des Verträglichen erreicht. Sky macht doch nicht umsonst zu.“

Kaufland gehört wie auch Lidl zur Schwarz-Gruppe – der größte Handelskonzern Europas. 2014/15 lag der Umsatz bei 79,3 Milliarden Euro. Mit bis zu 60  000 Artikeln bietet Kaufland ein umfangreiches Sortiment an Lebensmitteln, dabei liegt der Fokus auf den Frische-Abteilungen Obst und Gemüse, Molkereiprodukten sowie Fleisch, Wurst, Käse und Fisch – auch in Bedienung.

 

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