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Oldesloer Heimatmuseum : Skurrile Geschenke der Geschichte

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Das Oldesloer Heimatmuseum zeigt in einer Sonderschau besondere Exponate: Geschenktes und Überlassenes

Das Heimatmuseum beherbergt neben vielen umfangreichen Sammlungen auch jede Menge Exponate und Einzelstücke, die nur selten ausgestellt werden. Bei diesen Raritäten und Kuriositäten handelt es sich meist um Schenkungen und Überlassungen von Bürgern. Viele schöne, sehenswerte Stücke werden im Archiv auf dem Dachboden des Museums aufbewahrt: Jetzt können in einer kleinen Ausstellung bewundert werden.

„Geschenke der Geschichte“ ist das Motto der Sonderausstellung im hinteren Teil des Museums. „Weihnachten ist die Zeit der Geschenke, deshalb wollen wir Dinge zeigen, die das Museum geschenkt bekommen hat“, sagt Museumsleiterin Petra-Maria Schark, die zusammen mit ihrem Mann Diethelm und Museumsmitarbeiter Helmut Müller rund zwei Dutzend Exponate auswählte, die in Vitrinen bewundert oder auch mal vorsichtig angefasst werden können. „Unser Museum bekommt ganz viel geschenkt und überlassen. Darunter sind viele schöne und ganz besondere Sachen“, erzählt Diethelm Schark und demonstriert ein uriges Gerät aus einer Hamburger Zahnarztwerkstatt, die wohl rund 100 Jahre alt ist und früher der Untersuchung von Zahnnerven diente. Mit einem kleinen Stromstoß wurde getestet, ob der Zahn noch lebt und der Nerv noch intakt ist. „Es ist schon eine Gnade, heute zu leben“, lacht Diethelm Schark. Nett anzuschauen ist der ebenfalls rund 100 Jahre alte, bestens erhaltene Tante-Emma-Laden, mit dem drei Generationen spielten, bevor er im Museum dauerhafte Bleibe fand. „Das sind alles Gegenstände, die eine eigene Geschichte erzählen können“, sagt Petra-Maria Schark und holt ein ganz hölzernes Exponat aus der Glasvitrine, dessen Geschichte sie besonders berührt. Es handelt sich um den Giebelschmuck eines Hauses, den die Bewohner auf ihrer Flucht aus Pommern oder Ostpreußen mitnahmen. In einer Vitrine sind mehrere Blaudruckmodeln mit wunderschönen Motiven ausgestellt, mit denen Stoffe bedruckt wurden. Außerdem können eine kleine Dampfmaschine, ein uralter englischer Rundfunkempfänger auf Basis eines Quarzsteines und eine alte Bettpfanne mit Deckel und Ausguss bewundert werden. „Das ist ein Komfortgerät, denn die Ränder wurde mit Leder eingefasst“, staunt Diethelm Schark. Ein Unikat ist die 160 Jahre alte Bronzeglocke vom Turm des Gutes Altfresenburg, die allerdings nicht mehr läuten will. Begeistert ist Diethelm Schark auch von einem zweirädrigen Einkaufsroller aus Holz der Marke Eigenbau, ein schon etwas wackeliger Vorläufer des heutigen Rollators. In einer zweiten Vitrine sind ein altes Tonbandgerät, ein Diaprojektor und mehrere schöne alte Fotoapparate zu bewundern.

>Die Ausstellung ist bis Februar zu üblichen Öffnungszeiten zu sehen.



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erstellt am 10.Dez.2015 | 13:02 Uhr

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