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Heimpleite : Sievers fordert Geduld nach Niederlage

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Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Abwehrspieler Jan-Andre Sievers von Fußball-Regionalligist VfB Lübeck sieht nach 0:1 (0:0) im Nachholspiel gegen Hannover 96 II „viel Arbeit“ vor dem Team liegen. Routinier Dennis Wehrendt hofft auf Überraschung gegen VfL Wolfsburg II am Sonnabend (14 Uhr).

Die Grundtugenden waren immerhin da. Denny Skwierczynski, Trainer von Fußball-Regionalligist VfB Lübeck, attestierte seinem Team nach der 0:1 (0:0)-Niederlage am Mittwochabend gegen Hannover 96 II, dass „Einsatz und die Bereitschaft“ gestimmt hätten, doch zufrieden stellen konnte das niemanden beim VfB. Schon gar nicht Jan-Andre Sievers. „Bei uns hat vieles nicht geklappt. Unnötige Ballverluste, vergebene Chancen. Das war ein Spiel der schlechteren Art von uns. Wir haben noch viel Arbeit vor uns“, sagte der Abwehrspieler.

Sievers hofft dabei auf Nachsicht der Fans, von denen immerhin 1222 die Tribünen der Lohmühle beim Nachholspiel bevölkerten. „Klar wollen wir gern weiter oben stehen, den Zuschauern etwas bieten. Doch es wäre vermessen, das zu verlangen. Wir haben eine junge Mannschaft, sind noch im Findungsprozess und brauchen vielleicht noch ein paar Wochen, um den nächsten Schritt zu machen.“

Gegen die Niedersachsen war von Fortschritt zunächst wenig zu sehen gewesen. Die Gäste hatten anfangs ein optisches Gewicht. Erst nach einer Viertelstunde meldete sich dann der VfB langsam zu Wort. Doch ein Distanzschuss (17.) von Lukas Knechtel parierte Samuel Radlinger. Nicht bezwungen werden konnte der 96-Keeper von Stefan Richter (27., 29). Auf der Gegenseite vergab Roman Prokoph (34.), ehe Richter (36.) erneut seinen Meister in Radlinger fand.

Nach Wiederanpfiff konnte sich zunächst keines der Teams einen Vorteil verschaffen. Umso überraschender, dass gerade in dieser Phase das 0:1 durch einen abgefälschten Schuss Valmir Sulejmanis (55.) fiel. Und es wurde noch bitterer für die Schleswig-Holsteiner: Nur 180 Sekunden später kassierte Aleksander Nogovic nach Notbremse gegen Roman Prokoph Rot (58.). Doch die Hausherren steckten nicht auf, kamen durch Maurice Maletzki (63.) sogar prompt zur Ausgleichsmöglichkeit. Das war es dann aber auch schon. Fortan bestimmten die Niedersachsen das Geschehen, spielten die sich bietenden Konterchancen (73., 78., 85.) aber zu ungenau aus.

Zeit zum Grübeln über die Pleite bleibt den Grün-Weißen kaum. Bereits am Sonnabend empfängt der VfB den VfL Wolfsburg II. Eine alles andere als leichte Aufgabe. „Wolfsburg ist definitiv Favorit, wurde schon vor dem Saisonstart als Topteam gehandelt“, weiß Dennis Wehrendt, der dann wohl nicht auf der Sechs ran darf: „Da Nogovic gesperrt ist, werde ich wohl wieder in die Innenverteidigung rücken. Aber egal, wo ich aufgestellt werde, ich denke wir haben eine Chance gegen Wolfsburg. Teams die das Spiel machen, liegen uns. Wir können dann unsere läuferischen Stärken in die Waagschale werfen, bekommen Räume. In der vergangenen Saison hat das jedenfalls gegen die Niedersachsen zweimal geklappt, als wir mit 3:2 und 1:0 gewonnen haben. Das macht Mut“, betont der Routinier.

VfB Lübeck: Toboll – Sievers, Nogovic, Marheineke, Sirmais (81. Barendt) – Maletzki (75. Thiel), Wehrendt, Voß (64. Meyer), Knechtel – Richter, Kramer.

Hannover 96 II: Radlinger – Wolf, Hoffmann, Arkenberg, Wilton – Hirsch (81. Pietler), Ballmert – Bech, Dierßen (90. Hortum), Sulejmani (69. Ernst) – Prokoph.

SR: Marcel Hass (Osdorf). – Zuschauer: 1222.

Tor: 0:1 Sulejmani (55.).

Rote Karte: Nogovic (58., Notbremse).

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erstellt am 25.Sep.2015 | 07:30 Uhr

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