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Stormarner Tageblatt

17. Oktober 2017 | 10:24 Uhr

Starke Moral : Sieks famose Aufholjagd

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Der Tischtennis-Zweitligist aus Stormarn trotzt dem 1. FC Köln nach einem 0:3-Rückstand noch ein 5:5 ab. Dabei feiert Irfan Cekic ein starkes Comeback im Trikot der Sieker. Den entscheidenden Punkt holt Richard Hoffmann.

shz.de von
erstellt am 02.Okt.2013 | 08:00 Uhr

Es sah schon alles nach einer Niederlage aus. 0:2 lag der SV Siek nach den Doppeln gegen den 1. FC Köln zurück. Und als dann auch noch Wang Yansheng, der Spielertrainer des Tischtennis-Zweitligisten, sein erstes Einzel mit 1:3 gegen Thomas Brosig verlor, dachten wohl viele in der Sieker Mehrzweckhalle bereits an eine Vorentscheidung. Doch die 130 Zuschauer erlebten eine famose Aufholjagd ihres SV Siek. Die Stormarner liefen bis zum Ende einem Rückstand hinterher, ehe Neuzugang Richard Hoffmann im unteren Paarkreuz durch ein 3:0 gegen Florian Wagner im entscheidenden Spiel doch noch das Remis sicherte. Es war ein insgesamt dreistündiger Krimi. „Das neue Spielsystem mit nur noch vier Spielern hat in Siek wohl keine Bedeutung“, flachste SVS-Sprecher Stefan Zilz. Das System war unter anderem vor der Saison eingeführt worden, um die Gesamtdauer der Matches deutlich zu reduzieren.

Nach dem 0:3 kehrte durch Deniz Aydin die Hoffnung auf einen Punkt bei den Gastgebern zurück. Der Sieker verkürzte durch ein umkämpftes 3:2 in einem emotionalen und von vielen guten Ballwechseln geprägten Spiel gegen den früheren Sieker Lennart Wehking. Irfan Cekic sorgte mit seinem erwarteten Sieg (3:1) gegen Florian Wagner für den 2:3-Anschluss. Doch Sieks Hoffmann wirkte bei seinem Heimdebüt zunächst nervös, unterlag Gianluca Walther 1:3.

Nach einer fünfzehnminütigen Pause ging es dann richtig zur Sache. Wang Yansheng brillierte gegen Lennart Wehking mit spektakulären Bällen und siegte mit 3:1. „Er hat nach seiner Einzelniederlage wie ausgewechselt gespielt“, lobte Zilz. Kölns überragender Thomas Brosig setzte sich anschließend mit 3:1 gegen Deniz Aydin durch und sorgte für den fünften Punkt der Kölner.

Jetzt war das untere Paarkreuz des SVS gefordert: Im Duell zwischen Irfan Cekic und Gianluca Walther, dass von vielen tollen Top-Spin-Schlägen geprägt war, setzte sich der Stormarner Rückkehrer mit 3:1 durch. Faire Geste: Kölns Spielertrainer Wehking korrigierte in der Endphase des vierten Durchgangs eine Schiedsrichterentscheidung zu Gunsten der Sieker.

Anschließend hielt Hoffmann dem auf ihm lastenden Druck stand. Mit lautstarker Unterstützung des Publikums holte er sich die ersten beiden Sätze gegen Wagner, der vor dem Spiel vollmündig „einen Sieg in Siek“ auf Kölns Homepage angekündigt hatte. Doch Wagner kam mit dem variablen Spiel von Hoffmann überhaupt nicht zurecht und gab auch den dritten Durchgang mit 9:11 ab. Die Sieker feierten anschließend den hart erkämpften Punkt.

Feiern durfte Richard Hoffmann übrigens auch aus einem anderen Grund: Als Zweiter der Landesrangliste hat er ebenso wie Teamkollege Daniel Cords (Dritter der Landesrangliste) einen Platz bei dem Bundesranglistenturnier Top48 in Nattheim erhalten, das Mitte Oktober stattfindet. Mit den beiden und Aydin, der sich schon vorab qualifiziert hatte, starten damit gleich drei Spieler des SVS bei dem Turnier.

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