Sie wollte immer Architektin werden

Angelika Andres möchte in Ahrensburg viel bewegen.  Foto: Blase
Angelika Andres möchte in Ahrensburg viel bewegen. Foto: Blase

Die neue Bauamtsleiterin Angelika Andres hat sich in Ahrensburg viel vorgenommen: "Hier lebt die Stadtentwicklung"

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06. Mai 2011, 08:19 Uhr

Ahrensburg | Von Ahrensburg ist Angelika Andres ziemlich begeistert. "Hier lebt die Stadtentwicklung noch. Viele andere Kommunen haben in den vergangenen Jahren die Entwicklung verschlafen und Einkaufszentren an der Peripherie gebaut. In Ahrensburg ist das anders. Hier alles zu Fuß zu erreichen", sagt die neue Bauamtsleiterin. Die 44-Jährige, die im Hamburger Schanzenviertel wohnt, ist Nachfolgerin von Wilhelm Thiele, der das Erscheinungsbild der Stadt in den letzten 25 Jahren geprägt hat.

Gestalten will auch Angelika Andres, die in Ahrensburg eine "neue Herausforderung gesucht" hat. Auch wenn sie die Innenstadt "total klasse" und die Rondeel-Lösung "genial" findet, es gibt noch genug zu tun. Das Stadt entwicklungsgutachten ISEK und der Masterplan Verkehr wollen umgesetzt, das Baugebiet Erlenhof erschlossen werden. Während dort bereits die Pflöcke eingeschlagen sind, steht die Diskussion bei anderen Themen noch am Anfang. Der Stadtumbau West scheitert bislang vor allem am Geld, die Neugestaltung des Marktplatzes ist ein Zukunftsprojekt "Natürlich habe ich Ideen, aber ein Platz, bei dem einem das Herz aufgeht, so etwas geht nicht in wenigen Jahren."

Vorstellungen, wie man maximale Nutzung mit Wohlfühlen verbinden kann, hatte Angelika Andres auch bei ihrem vorherigen Posten. Sechs Jahre war sie Bauamtsleiterin in Reinbek. "Ich habe dort auch in der Koordinierungsgruppe für ein Leitbild mitgearbeitet, aber leider gab es keine Fördermittel", sagt die Architektin und Stadtplanerin. In Ahrensburg hofft sie, nun mehr umsetzen und gestalten zu können. Und im Rathaus fühlt sie sich schon wohl: "Die Zusammenarbeit ist sehr angenehm und konstruktiv."

"Ich wollte immer schon Architektin werden", sagt die gebürtige Erfurterin, die wenige Monate vor der Grenzöffnung über Ungarn nach Deutschland kam. In Neuß machte sie das Abitur im zweiten Bildungsweg nach, "auf einem erzbischöflichen Berufskolleg". Nach dem Studium in Aachen und Kassel folgte das Referendariat für den höheren technischen Verwaltungsdienst in Bochum. Bevor sie in den Norden kam, arbeitete Angelika Andres mehrere Jahre freiberuflich und in Architektur büros.

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