Selbstmörder gefährdet Retter

Gefährlich: Ein Selbstmörder hatte Flusssäure versprüht.
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Gefährlich: Ein Selbstmörder hatte Flusssäure versprüht.

shz.de von
09. September 2013, 00:33 Uhr

Der Suizid eines Mannes hat am Wochenende in Bargteheide einen Großeinsatz ausgelöst und Ersthelfer, Rettungsmitarbeiter, Feuerwehrleute und Polizisten in große Gefahr gebracht.

Bevor er seinen Wagen anzündete hatte der Mann das starke Kontaktgift Flusssäure versprüht und getrunken. Ersthelfer hatten den brennenden Wagen im Wald neben der Alten Landstrasse in Bargteheide entdeckt und sofort den Notruf gewählt. Bis zum Eintreffen der Rettungskräfte versuchten sie den Mann aus dem brennenden Wagen zu ziehen, was wegen eine Verpuffung aber nicht gelang. Als leere Behälter der Säure gefunden worden waren, wurde Großalarm ausgelöst. Die Leitende Kreisverwaltungsdirektorin Anja Kühl sagte: „Wegen der Gefährlichkeit der hochgiftigen Flussäuse wurden auch der Löschzug Gefahrgut, der Umweltdienst des Kreises und die Analytische Task-Force der Hamburger Feuerwehr zum Einsatzort geschickt.“

Ersthelfer, mehrere Rettungsdienstmitarbeiter und Feuerwehrleute kamen bei den Rettungsarbeiten mit dem Gift in Kontakt und wurden behandelt. Gestern konnte für sie Entwarnunggegeben werden. Die Einsatzfahrzeuge und die Kleidung der Rettungskräfte müssen zur Hamburger Umweltwache zur Dekontamination.

Flusssäure ist ein starkes Kontaktgift. Eine handtellergroße Verätzung durch Flusssäure ist in aller Regel tödlich – die Betroffenen merken es oft aber nicht.


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