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Stammtorwart : „Selbstbewusst genug, um Favoritenrolle auszufüllen“

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Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Im Gespräch erzählt Julian Barkmann, neuer Stammkeeper beim SV Eichede, über seine Position und die Favoritenrolle in der SH-Liga.

shz.de von
erstellt am 19.Sep.2014 | 06:00 Uhr

Mit einem verdienten 1:0-Sieg gegen den TSV Kropp gelang dem SV Eichede am vergangenen Wochenende der Sprung an die Tabellenspitze der Fußball-SH-Liga. Die Stormarner sind nach sechs Siegen und drei Unentschieden das einzige Team, das in der höchsten Spielklasse des Landes noch unbesiegt ist. Großen Anteil an der Erfolgsserie hat auch Julian Barkmann, der nach dem krankheitsbedingten Ausfall von Stammkeeper Fynn Berndt (Schulterverletzung) in die Bresche gesprungen ist. Das Tageblatt sprach vor der Auswärtspartie des SVE beim PSV Neumünster mit dem 22-jährigen Schlussmann.

Julian Barkmann, wie schwer wiegt derzeit die Last auf Ihren Schultern?

Nicht schwer. Ich freue mich darüber, jetzt die Nummer 1 zu sein, wäre das aber natürlich lieber unter anderen Umständen geworden.

Sie sprechen es an: Fynn Berndt wurde an der Schulter operiert, wird frühestens nach der Winterpause wieder zur Verfügung stehen. Ist das für Sie die Chance, ihre Ambitionen, mit denen sie 2013 vom SV Todesfelde kamen, zu untermauern?

Ich weiß, was ich kann, habe ja schon in den letzten Regionalliga-Spielen das Tor gehütet und ordentliche Leistungen gebracht. In der Vorbereitung auf die SH-Liga war ich leider verletzt. Aber ich wusste immer, dass ich mich über gute Leistungen in der zweiten Mannschaft auch empfehlen kann. Das habe ich getan.

Haben Sie die verkorkste vergangene Spielzeit mit dem Abstieg beider Leistungsteams schon aus dem Kopf verbannen können?

Das ist damals blöd gelaufen. Aber wenn man 22 Spiele in Folge nicht gewinnt, steigt man halt ab. Schade, dass zudem der VfL Wolfsburg II nicht in die Dritte Liga aufgestiegen ist. Aber das ist für mich abgehakt und spielt keine Rolle mehr. Ich beschäftige mich nur mit dem Neuanfang.

Und der scheint gelungen. Worin liegt der Schlüssel zum aktuellen Erfolg. Was hat sich geändert im Vergleich zur vierten Liga?

Durch die Niederlagenserie war natürlich auch viel Frust zu spüren. Die beiden Abschlusserfolge gegen Braunschweig und in Oldenburg haben aber zu einem versöhnlichen Ende geführt und verloren gegangenes Selbstvertrauen zurückgebracht. In die SH-Liga haben wir das mitnehmen können. Nun ist wieder der Erfolg da – klar, dass dann viele Dinge wieder mehr Spaß machen und es leichter geht.

Eichede gilt als Topfavorit. Was erwartet den SVE beim anstehenden Auswärtsspiel in Neumünster?

Ein spielstarker Kontrahent, der nicht umsonst oben mit dabei ist. Auch der PSV wird uns, wie zuletzt auch der TSV Kropp, die Punkte nicht kampflos schenken. Aber wir sind selbstbewusst genug, um unsere Favoritenrolle auch auszufüllen.

Und was erhoffen Sie sich persönlich von der Begegnung?

Das ist einfach zu beantworten: Ich will im dritten Spiel in Folge kein Gegentor kassieren. Wäre doch überragend, wenn mir das gelingt.

Ihr Vertrag läuft Ende der Saison aus. Wo hüten sie in der Spielzeit 2015/16 das Tor?

Das weiß ich selbst noch nicht. Das wird sich ergeben.


Anpfiff: Sonnabend (15 Uhr) an der Stettiner Straße 29 in Neumünster.

Schiedsrichter: Mirka Derlin (Bad Schwartau).

Nicht dabei: Till Krämer und Marcel Anton (beide noch im Aufbautraining), Fynn Berndt (Schulterverletzung) und der langzeitverletzte Dennis Wagner.

Voraussichtliche Aufstellung: Barkmann – Jan-Ole Rienhoff, Buchholz, Marschner – Fischer, Baloki, Seiler, Heidenreich, – Kossowski, Janelt, Maltzahn.

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