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Stormarner Tageblatt

14. Dezember 2017 | 04:12 Uhr

Cuzco Bargteheide : Seit 25 Jahren Kult-Disco

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

1978 hatten Robert und Wolfgang Assmy die Dioscothek in Bargteheide übernommen und drei Jahre später in „Atahualpa“ umbenannt. Heute ist das Cuzco im Hammoorer Weg.

shz.de von
erstellt am 02.Dez.2013 | 18:46 Uhr

Es ist eine ganz andere Disco, die in Bargteheide und weit darüber hinaus einen treuen Fan-Kreis hat. Und das seit über einem Vierteljahrhundert: Das „Cuzco“ feiert seinen 25. Geburtstag. Die Geschichte dieser Disco, die für ein friedliches Miteinander in fast familiärer Atmosphäre steht, reicht tatsächlich aber noch fast 20 Jahre weiter zurück. „Wir hatten immer einen guten Kontakt zu unserem Publikum“, sagt Robert Assmy, der heute Vermieter des Gebäudes ist. Inhaberin ist seine Frau Martina, von allen nur Tini genannt.

Schon Ende der 60er Jahre öffnete eine Kult-Disco am Markt in Bargteheide. Wo heute der Rewe-Markt residiert, gab es nicht nur Disco-, sondern auch Live-Musik. Fast alle Musik-Heroen der 70er Jahren gaben hier Konzerte, Bands wie „Spliff“, „Omega“ oder „Epitaph“ kamen nach Bargteheide, und auch das Publikum kam dafür von weit her.

1978 übernahmen Robert und Wolfgang Assmy die Disco, die ihren Kultstatus ab 1981 unter dem Namen in „Atahualpa“ noch erhöhen konnte. Den Namen des letzten Inka-Königs wählten sie, weil Wolfgang Assmy ein Faible für die südamerikanische Kultur hatte. Das spiegelt sich auch heute im Namen Cuzco („Nabel der Welt“) wider: Die peruanische Stadt war zeitweise die Kapitale des Inka-Reichs.

Die Brüder und ihr Team setzten das erfolgreiche Konzept fort. Und sie brachten das Gebäude in Schuss. Legendäre DJ’s wie Otto, Dede oder Colin sind vielen in Erinnerung. „Dede Schulz war mit seiner Musik der Zeit immer um Jahre voraus“, sagt Robert Assmy.

Dann kam die Feuersbrunst im Dezember 1987, die den ehemaligen Bauernhof im Zentrum der Stadt inklusive vieler Fotos und Erinnerungsstücke und einer unersetzbaren Schallplattensammlung in Schutt und Asche legte. „Ausgerechnet an Wolfgangs Geburtstag geschah das“, sagt Tini Assmy. Und versichert war das Interieur auch nicht.

Im Hammoorer Weg wurde die Disco dann neu eröffnet. Das Gebäude war zuvor die Möbelhalle der Tischlerei Klischat und wurde mit viel Eigenleistungen zum Tanzschuppen umgebaut. Gemauerte Rundbögen verdecken seitdem die Metallständer-Konstruktion. Als Wolfgang Assmy vor vier Jahren, überraschend starb, musste das „Cuzco“ längere Zeit Pause machen. Bargteheides Jugend trauerte, und auch die Eltern bedauerten das, die häufig genug früher selbst im „Atahualpa“ waren.

„Heute wissen Sie Ihre Kinder ganz gut aufgehoben“, sagt Tini Assmy, „wenn sie in Hamburg unterwegs sind, hat man schon ein mulmiges Gefühl.“ Bis heute wird investiert. Kühlung, Tresen, Elektrik und der Rauchabzug wurden komplett erneuert. „Wir werden Stück für Stück immer besser“, sagt Tini Assmy. Und der Kontakt zum Publikum sei seit der Wiedereröffnung sehr gewachsen. Der Freitagabend gehört traditionell der jüngeren Generation. Am Sonnabend ist „Teenager-Spätlese“, an jedem letzten Sonnabend im Monat „Elternabend“.

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