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Oldesloer Musikgeschichte : Seit 25 Jahren eine musikalische Marke

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Die „Nuthouse Flowers“ stehen seit einem Vierteljahrhundert auf der Bühne

– 1990: Die deutsche Wiedervereinigung ist formal abgeschlossen, die Fußballnationalmannschaft wird Weltmeister und in Bad Oldesloe gründet sich eine irisch Folkband, die auf den Namen „Nuthouse Flowers“ hört.

Jens Rittmeyer, als Mitgründer aus dem Line-Up gar nicht wegzudenken, spielte damals noch gar kein Instrument, hatte aber Lust auf irische Musik und konnte einige Mitschüler ebenfalls dafür begeistern. Eine der heute bekanntesten Gruppen Oldesloer Musikgeschichte war damit aus der Taufe gehoben.

Wie bei vielen anderen war es auch bei Rittmeier die Vielfalt der Instrumente, die ihn reizte. Über die Jahre kamen neben dem Akkordeon auch Gitarre, Mandoline und Mundharmonika hinzu. Erste Aufnahmen entstanden Anfang der 90er Jahre, und die Kassetten kursierten auf Schulhöfen und in Musikerkennerkreisen. Schnell erspielte sich die Combo den Ruf, eine hervorragende Liveband zu sein. Und selbst Stormarner, die sonst mit Irish Folk wenig am Hut hatten, standen plötzlich in den Konzerten der Nuts. Weit über die Kreis- und sogar Landesgrenzen hinaus gelten sie seit nun über 20 Jahren als eine der besten The Pogues-Coverbands Europas. Selbst Fans des schottischen Fußballclubs Glasgow Celtic zählen zu den Anhängern. Sie wurden über die Fanfreundschaft mit dem FC St. Pauli auf die Oldesloer Band aufmerksam.

Schwere Krankheiten, Familiengründungen, berufliche Veränderungen: Viele Umstände führten dazu, dass die Band in den 25 Jahren diverse Male ihre Besetzung veränderte, sich musikalisch dabei trotzdem ständig weiterentwickelte, ohne ihre Wurzeln zu vergessen. „Der typische treibende Nutssound entwickelt sich gerade weiter zur Holperpolka mit Tiefgang“, erklärt Henning von Burgsdorf. Drummer Oliver Wulf hat einen „Nuthouse Flowers“ Stammbaum erarbeitet, der sich ein wenig wie das „Who is Who“ der lokalen Musikszene der 90er Jahre liest. Manche Musiker gingen und kkehrten zurück, so wie Michael Groth, der die Band mitgründete, 1995 ausstieg und seit 2005 wieder mit seiner Tin Whistle dabei ist. Auch 2015 gibt es wieder ein neues Nuts-Gesicht. Christian Deckert, der schon immer zum Umfeld der Band gehörte, ersetzt den Ende 2014 ausgestiegenen Thorsten Kröhnke.

Am häufigsten wechselte dabei von Burgsdorf seine Position, der 1998 als „Aushilfsmandolinenspieler“ dazu stieß, dann an den Bass wechselte und mittlerweile für die E-Gitarren, das Banjo, das Bouzouki und weitere Instrumente zuständig war und ist. Für dieses Jahr sind neue Aufnahmen geplant, die den musikalischen Stand der Dinge zwischen Traditionals, Pogues-Cover und Eigenkompositionen zeigen sollen. Das große Bandjubiläum wird im Julia auf dem Klangstadt Open Air mit Weggefährten gefeiert werden. Diesen Sonnabend spielen die „Nuts“ aber bereits gemeinsam mit den Freunden von „De Drangdüwels“ im Oldesloer Inihaus.

 

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