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Hamberger Wehr feiert : Seit 125 Jahren – Motor der Wehr

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Großes Jubiläumsfest bei der Freiwilligen Feuerwehr Hamberge. Im Geburtstagsjahr sind aber noch weitere Veranstaltungen geplant.

„Die Kameraden sind der Motor unserer Freiwilligen Feuerwehr“ – mit diesen Worten begrüßte Wehrführer Dirk Bornmann die 62 Kameraden der Hamberger Wehr und zahlreiche Gäste im Gerätehaus. Nach einem Umzug durch das Dorf wurde mit zahlreichen Reden der Festakt zum 125-jährigen Bestehen und zum „Tag der Feuerwehr“ eingeleitet.

Dirk Bornmann ist nicht von ungefähr Feuerwehrmann aus Leidenschaft. Sein Ururgroßvater war Mitbegründer der Hamberger Wehr im Jahre 1889. „Wer selbst bei der Feuerwehr ist, begeistert auch seine Kinder für das Ehrenamt“, betonte Bürgermeister Paul Friedrich Beeck in seiner Festrede. Der Wehrführer habe – so wie viele andere Hamberger Kameraden – „das Feuerwehr-Blut mit der Muttermilch aufgesogen“. Nicht selbstverständlich sei es, so Beeck weiter, dass vor 125 Jahre 16 engagierte Männer aus Hamberge gemeinsam mit dem benachbarten Hamfelde eine Wehr gründeten. Aus der kleinen Wehr, die damals mit sehr spärlichen Mitteln wie Ledereimern und nur zwei Leitern ausgestattet war, sei heute eine für den Ernstfall bestens gerüstete Mannschaft geworden.

Noch bis 1967 waren die Kameraden mit einem Schlepper und einem Tragspritzenanhänger zum Einsatzort unterwegs. Heute ist die Wehr mit den modernsten Löschfahrzeugen, einer fundierten Ausbildung und einem neuen Gerätehaus für den Ernstfall gut aufgestellt. „Hamberge ist ein Beispiel der Erfolgsgeschichte des Kreises – die Gemeinde samt der Freiwilligen Feuerwehr“, hob deshalb Landrat Klaus Plöger hervor.

Kreispräsident Hans-Werner Harmuth sparte nicht mit Lob für den unermüdlichen Einsatz der Kameraden: „ Die Wehr ist so lebendig wie der ganze Kreis.“ Sie vermittele ein Gefühl der Zugehörigkeit und Sicherheit. Wie eine „große Familie“ fühle man sich in Hamberge, dazu würde die Wehr in hohem Maße beitragen. Amtswehrführer Albert Iken bezeichnete die Gründung seiner Heimatwehr vor 125 Jahren sogar als „mutigste Bürgerinitiative“.
Während des Festakts wurde August Levermann als ältester Feuerwehrmann mit der Ehrennadel für 60 Jahre Mitgliedschaft ausgezeichnet. „Flachgeschenke“ gab es von Kreisbrandmeister Riemann, Amtswehrführer Albert Iken und der Gemeinde Hamberge. Der Verein „Jugendstiftung Hamberge“ belohnte die Jugendwehr mit 1000 Euro für ihr soziales Engagement. Als Höhepunkt des Festakts nahm Dirk Bornmann von Klaus Plöger und Hans-Werner Harmuth die Ehrengabe – eine vergoldete Glocke – des Landesfeuerwehrverbands entgegen.

Im Anschluss an die offiziellen Feierlichkeiten konnten die Besucher an diversen Stationen die Arbeit der Feuerwehr hautnah erleben. Simuliert wurden ein Autounfall, das Löschen einer in Brand geratenen Puppe, der Umgang mit Feuerlöschern und dem Handstrahlrohr.

Der Wehrführer zeigte sich mehr als zufrieden und verriet, dass nach dem Osterball, den Highland-Games und dem „Tag der Feuerwehren“ noch weitere Aktionen geplant seien.

 

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