TRittau : Segen Gottes für die Verwaltung

Auch Bürgermeister Oliver Mesch hielt eine Spende für die Sternsinger bereit, die sich für Kinder in Not in Indien engagieren.  Fotos: bim
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Auch Bürgermeister Oliver Mesch hielt eine Spende für die Sternsinger bereit, die sich für Kinder in Not in Indien engagieren. Fotos: bim

Die Sternsinger waren auf Stippvisite in Trittau: Die Kinder sammeln Spenden von Kindern für Kinder. 2300 Projekte werden mit dem Erlös unterstützt.

shz.de von
06. Januar 2018, 08:00 Uhr

Auch Bürgermeister Oliver Mesch und seine Mitarbeiter arbeiten in diesem Jahr mit dem Segen Gottes – gestern überbracht von den Sternsingern der Katholischen Gemeinde St. Marien. Allerdings war es eine ökumenische Gruppe, wie Gemeidereferentin Marianne Glamann betonte, denn es waren auch zahlreiche evangelische Kinder dabei.

Mesch war von dem Gesangsvortrag begeistert: „Ich habe selten so etwa Inbrünstiges gehört. Man merkt, dass ihr euch mit dem Thema beschäftigt habt.“ Das Thema ist der Kampf gegen die Kinderarbeit in Indien und weltweit. Die Sternsinger trugen dazu Fakten vor: Obwohl die Kinderarbeit seit 2006 verboten ist, müssen Kinder weiter gesundheitsschädliche Arbeiten wie das Teppichknüpfen oder die Glasbläserei ausführen. Über 200 000 Kinder aus den Armenvierteln sind darauf angewiesen, zu arbeiten statt zu spielen.

Die Sternsinger in Trittau und in ganz Deutschland sammeln Spenden, die dann an Kinderparlamente gegeben werden, die selbst entscheiden dürfen, was damit passiert. Der alte Brauch des Sternsingens stammt noch aus dem Mittelalter und wurde vom Kindermissionswerk 1958 wieder aufgegriffen. Heute ist es die weltweit größte Solidaritätsaktion von Kindern für Kinder.

Träger ist das Kindermissionswerk und die deutsche katholische Jugend. 2300 Projekte in Indien und anderswo werden 2018 mit den gesammelten Spenden unterstützt. Am Wochenende kommen die Sternsinger in angemeldete Haushalte in Trittau, um Botschaft und Segen zu überbringen. „Sie sind Gesandte Gottes“, so Marianne Glamann.



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