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Bundestagswahl : Sechs oder neun Abgeordnete für Stormarn?

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Bei Bundestagswahlen ist Stormarn tradtionell dreigeteilt. Der äußerste Norden wählt in Ostholstein mit, die Mitte in Segeberg und der Süden im Herzogtum Lauenburg. Ein Vorteil hat die Dreiteilung: Stormarn hat gleich mehrere „Teilleistungs-Abgeordnete“ in Berlin.

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erstellt am 21.Sep.2013 | 08:00 Uhr

Stormarn bleibt auch bei dieser Bundestagswahl dreigeteilt. Das hat den Nachteil, dass es nicht den einen Stormarner Bundestagsabgeordneten gibt. Aber wenn es gut läuft, sitzen wieder wesentlich mehr als drei Abgeordnete aus den drei Stormarner Wahlkreisen im Bundestag. Zurzeit sind es sieben, demnächst könnten es neun sein. Oder nur noch sechs.

Gero Storjohann (CDU) gewann vor vier Jahren den Wahlkreis 8 (Segeberg/Stormarn-Mitte) direkt, Franz Thönnes (SPD) aus Ammersbek kam über die Liste in den Bundestag. Im Wahlkreis 9 (Ostholstein/Stormarn-Nord war Ingo Gädechens von Fehmarn (CDU) erfolgreich, Bettina Hagedorn aus Kasseedorf hatte einen sicheren Listenplatz. Auch der Wahlkreis 10 (Herzogtum Lauenburg/Stormarn-Süd) ging an Norbert Brackmann und damit an die CDU. Dort schaffte zwar kein SPDler den Listensprung nach Berlin, aber zwei andere: Konstantin von Notz (Grüne) aus Mölln und Christel Happach-Kasan (FDP) aus Bäk. Damit die Freidemokratin weiter dabei ist, müsste die FDP aber schon um die 15 Prozent holen, da sie nur auf Listenplatz 4 steht.

Das ist die schlechte Nachricht. Die gute: Konstantin von Notz ist ganz sicher wieder drin. Er steht bei den Grünen auf Platz 2. Den zweiten Listenplatz belegt bei der FDP Bernd Buchholz aus Ahrensburg, der im Wahlkreis 9 antritt. Sofern die Freidemokraten nicht unter 5 Prozent bleiben, hat auch er das Ticket nach Berlin in der Tasche.

In den Wahlkreisen 8 und 9 sollte es für alle vier Kandidaten reichen, unabhängig vom Ausgang der Wahl. Egal ob Gero Storjohann, oder Franz Thönnes in Segeberg/Stormarn-Mitte (WK 8) direkt gewinnen, mit den Listenplätzen 4 und 5 steht ihrer Rückkehr in den Bundestag kaum etwas im Weg. In Ostholstein ist Bettina Hagedorn aus Kasseedorf mit Platz 2 sowieso sicher drin. Für ihren Kontrahenten Ingo Gädechens sollte im Falle einer Niederlage auch Platz 7 noch reichen.

Im Wahlkreis 10 ist es etwas komplizierter. Sowohl Norbert Brackmann als auch SPD-Herausforderin Nina Scheer müssen direkt gewonnen, wenn sie das Mandat sicher haben wollen. Beide stehen auf dem letzten Listenplatz, der 2009 für einen Einzug in den Bundestag gereicht hätte: Norbert Brackmann auf neun und Nina Scheer auf sechs. Je nach direkt gewonnen Wahlkreisen, Überhang- und Ausgleichsmandaten könnte es für beide aber auch im Falle einer Niederlage reichen.

Dann hätte Stormarn acht „Teilleistungs-Abgeordnete“ in Berlin. Und es könnte noch einen neunten geben. Im Wahlkreis 8 tritt Oliver Grube aus Henstedt-Ulzburg an, der bei den Piraten auf Listenplatz 2 steht. Sollten die Piraten über fünf Prozent kommen, wäre auch er drin.

 

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