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Schwimmbrücke aus einzelnen Segmenten für Moorwanderweg

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Warum der Umweltausschuss in einem der kleinsten Räume des Peter-Rantzau-Hauses tagte, fragten sich alle der vielen Besucher, die gekommen waren, um mehr über die Sanierung der Moorwanderweg-Brücke im Tunneltal zu erfahren. Das Architektenteam vom Hamburger „Buero 51“ hatte ein Modell der geplanten neuen Konstruktion mitgebracht. „Eine Sanierung in Teilbereichen ergibt keinen Sinn, denn man kann nicht ausschließen, dass in den folgenden Jahren weitere Erneuerungen notwendig wären“, so Peter Fenske. Der überwiegende Teil der tragenden Teile liegt unter Wasser oder ist durch die Brückenkonstruktion nur schwer einsehbar. Für eine Sanierung müssten alle Teile untersucht werden, „die Kosten wären enorm“, stellt Fenske fest. Seine Lösung: Eine Konstruktion des mehr als 200 Meter langen Mittelteils aus einzelnen schwimmenden Brückenelementen. Die Maße der Segmente wären vier Mal zwei Meter, jedes Element würde von zwei Schwimmkörpern aus speziellem Hartschaum getragen. Die Holzkonstruktion („in Zimmermannsarbeit“) wäre aus Eiche, die Geländer aus Lärche. Gummimattenstreifen würden die einzelnen Brückensegmente miteinander verbinden, dadurch wären Bewegungen der Segmente bei unterschiedlichen Wasserständen und Temperaturen möglich.

Das Architektur-Büro aus Hamburg plant, mit einem Brückenkopf an der ehemaligen Burg Arnesvelde zu beginnen und dann Stück für Stück die alte Brücke abzureißen und neue Segmente zu setzen. „Wir brauchen keine Baustraße, wir arbeiten uns auf der neuen Konstruktion voran“, erklärte Peter Fenske. Offen blieb die Frage der Kosten, die kann und will das Architektenbüro erst im Februar nächsten Jahres liefern.

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