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Hoisdorf : Schweinemast: Morddrohung gegen Landwirtssohn

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Der Protest gegen den geplante Bau eines Schweinestalls nimmt kriminelle Züge an.

Jetzt wird es kriminell: Am Dienstagmittag fand Landwirt Jörg Elbers in seinem Briefkasten einen Drohbrief , gerichtet an „Bauer Elbers, Dorfstraße“, mit dem Wortlaut: „Sollten Sie Ihre Pläne durchsetzen, wird Ihr Sohn die Fertigstellung nicht mehr erleben.“

„Das geht eindeutig zu weit“, ist Elbers empört und hat Anzeige erstattet. Er führt den Brief auf die „Scharfmacherei, Hetzkampagne und Unterstellungen“ der Bürgerinitiative „Keine Schweinemast für Hoisdorf“ (BI) und der CDU zurück. „Ist es das, was Sie gewollt haben?“, fragt Elbers, der „nicht einknicken“ werde.

„Die Bürgerinitiative muss sich fragen lassen, ob sie nicht durch ihr Verhalten solchen Äußerungen Vorschub leistet“, sagt der Generalsekretär des Bauernverbands Stephan Gersteuer Mit der anonymen Drohung sei „eine Linie überschritten“ worden: „ Die Bauern Schleswig-Holsteins fordern die Hoisdorfer Bürgerinitiative auf, sich umgehend, deutlich und ultimativ von dieser Morddrohung zu distanzieren, sich schützend vor die Familie des Landwirts zu stellen und jegliches Schüren von unbegründeter Angst in Zukunft zu unterlassen.“

Im Nachgang der Gemeindevertretersitzung meldet sich auch Bürgermeister Dieter Schippmann zu Wort: „Es wurde von Herrn Andresen (CDU) der Eindruck erweckt, dass es in Ammersbek die gleiche Ausgangslage wie bei uns gab. Das ist nicht so. In Ammersbek ging es um eine Erweiterung. Da gelten ganz andere Bestimmungen und deshalb wurde das Vorhaben dort abgelehnt.“ Schippmann wehrt sich zudem gegen die Unterstellung, es habe Mauscheleien gegeben. Die BI hatte 62  500 Euro als Kaufpreis für das Bauerwartungsland am Krütz angenommen. „Da wird eine Summe aus dem Haushalt genommen, ohne zu wissen, wie die zustande kam“, sagt Schippman. Von der Naturschutzbehörde habe die Gemeinde die Auflage gehabt, einen Knickwall anzulegen und dauerhaft zu pflegen. Außerdem mussten die B- und F-Plan-Änderungen bezahlt werden. „Diese Beschlüsse sind alle einstimmig, auch mit den Stimmen der CDU, gefasst worden und ich habe mich vorher, gemeinsam mit dem Amt anwaltlich beraten lassen, damit alles rechtlich korrekt ist“, so Schippmann. Landwirt Elbers habe selbst 8000 qm Bauland am Krütz, das er vermarkten könne, daher sei ein Zusammenhang mit dem Wastenfelder Redder nicht herzustellen. Die Vorwürfe ausder CDU seien „überzogen und populistisch.“

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