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Drittgrösstes Flusssystem Schleswig-Holsteins : Schutzstatus für die Trave

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Kanufahren erlaubt: Dr. Wiebke Sach berichtet im Ausschuss über den FFH-Managementplan

von
erstellt am 16.Feb.2016 | 06:00 Uhr

Die Trave ist das drittgrößte Flusssystem Schleswig-Holsteins und hat eine große Bedeutung für die Lebensräume des Östlichen Hügellandes bis zur Ostsee. Als sogenanntes Flora-Fauna-Habitat (FFH) wurde die Trave als Natura 2000-Schutzgebietssytem auch an die Europäische Union gemeldet. Damit gilt das so genannte Verschlechterungsverbot. Dokumentiert wird das in einem Managementplan, der für FFH-Gebiete aufgestellt werden muss.

Für die Trave macht das der Deutsche Verband für Landschaftspflege e. V. (DLV). Die zuständige Biologin Dr. Wiebke Sach wird im Umweltausschuss am morgigen Dienstag über den Stand berichten. Das 1,36 Hektar große FFH-Gebiet Travetal beginnt am Warder Sees und endet am Lübecker Wallhafen. Bis Traventhal und zwischen Bad Oldesloe und Lübeck gehört nur ein schmaler Ufersaum dazu, in anderen Abschnitten auch angrenzende Niederungen und Talhänge, so zwischen Traventhal und Bad Oldesloe. Die Niederungen der Faulen Trave und der Wökenitz wurden ebenfalls einbezogen. Auch der Stadtarm in Bad Oldesloe Bestandteil und etliche Bachschluchten zwischen Sehmsdorf und Barnitz befinden. gehört dazu, allerdings nicht die Pulverbek.

Naturschutzrelevant sind die brachgefallene Wiesen, die Salzquellen, der Nütschauer See sowie Erlen- und Eschenwälder in den Bachschluchten. „Ich sehe meine Hauptaufgabe darin, die Eigentümer aufzuklären, dass es geschützte Bereich gibt und sie die Bäume nicht einfach fällen können“, so Wiebke Sach, die auch mit der Forstbetriebsgemeinschaft zusammenarbeitet, der viele Waldbesitzer angehören. Mit den Schutzstatus sind auch Nutzungen wie das Kanufahren durchaus vereinbar. „Ich habe an der Trave anders als an der Treene bislang keinen Müll oder Überreste von Feiern gefunden“, sagt Wiebke Sach, die in Bad Oldesloe getauft wurde, in Leezen aufwuchs und heute bei Flensburg lebt.

Genehmigt wurde auch ein Wasserkraftwerk an der ehemaligen Zettlerschen Mühle in Sühlen, das demnächst eingelassen werden soll. In der Sitzung um 18.15 Uhr, Gebäude D, Raum 132 wird das Dr. Thomas Haarhoff von der Wasserbehörde vorstellen. Zudem berichtet die Verwaltung vom Verfahrensstand bei der geplanten 380 KV-Ostküstenleitung, bei der Altlast in der Bunsenstraße in Trittau sowie von den Sandbergen, die Betam nach der Autobahn-Sanierung hinterlassen hatte. Einen Fragenkatalog zum Fluglärm hat Heidi Beutin von den Linken formuliert.

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