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Stormarner Tageblatt

16. Dezember 2017 | 16:12 Uhr

Schulhof mit vielen Stolperfallen

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Eltern der Ahrensburger Grundschule am Schloss und der Woldenhornschule fordern Sanierung des Geländes

„Inklusion findet nicht nur in den Klassenräumen, sondern auch auf dem Schulhof statt.“ Das schrieben Eltern, deren Kinder die Grundschule am Schloss und die Woldenhornschule besuchen, an die Stadtverordneten und an Ahrensburgs Bürgermeister Michael Sarach.

Mit dem Brief wollen sie auf einen aus ihrer Sicht nicht mehr hinnehmbare Situation aufmerksam machen: den katastrophalen Zustand des Schulhofes.

Der triste Asphaltplatz mit gefährlichen Stolperfallen und Riesenpfützen bei Regen ist alles andere als ein Schulhof. Die Eisenkanten von Gullydeckeln ragen aus dem Boden, Unebenheiten im Asphalt lassen Kinder stolpern, eine Art Plane, die in Teilen des Hofes als Wasserbarriere unter einer Schicht aus Holzschnitzeln verlegt wurde, kommt immer mehr an die Oberfläche und liegt wie zusammengerollte Zeltplanen umher.

Bänke zum Verweilen gibt es nicht, Spielgeräte sind rar. Eine Sandkiste, eine Wippe, ein Drehkreisel und ein Klettergerüst – mehr nicht. Dazu zwei Tischtennisplatten, für die das Zubehör aber erst „ausgegeben“ werden muss – zweimal in der Woche ist sogenannte Spielzeugausgabe.

„Es muss dringend etwas passieren“, sagt Eva Hinrichts im Namen des Schulelternbeirates und schlägt vor, die geplante Sanierung des Lehrerparkplatzes zu verschieben und stattdessen den Schulhof zuerst zu verbessern. Derzeit besuchen rund 340 Mädchen und Jungen die beiden Schulen, durch das Neubaugebiet Erlenhof wird die Zahl auf etwa 500 Kinder anwachsen.

In der Ahrensburger Stadtverwaltung kennt man die Problematik, „es stehen 35  000 Euro Planungskosten bereit“, heißt es im Fachbereich Schulen und Soziales. Verbunden werden mit der Erneuerung des Schulhofes soll die Erneuerung der alten Erdleitungen (Wasser, Abwasser, Regenwasser), das Hauptgebäude stammt aus dem Jahr 1930. Erst in diesem Jahr wurde der gegenüberliegende Neubau der Woldenhornschule für lernbehinderte Kinder eingeweiht, der wegen seiner Funktionalität allgemein als „Vorzeigeprojekt“ gelobt wurde. Der Schulhof blieb auf der Strecke, im Fachbereich rechnet man mit Baukosten von 1,1 Millionen Euro.

Wie lange die Kinder noch auf diesem gefährlichen Schulhof ihre Pausen verbringen müssen, steht nicht fest – „vielleicht bis 2017“, heißt es. Zumindest sollen aber die schlimmsten Gefahrenpunkte zeitnah entschärft werden.

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