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Schulbegleitung: Die Kinder nicht im Regen stehen lassen

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Stormarn CDU diskutiert über Inklusion und Finanzierung: Die Landesregierung muss endlich liefern

von
erstellt am 13.Mai.2014 | 17:20 Uhr

Mit dem Thema „Inklusion – aber richtig!“ hatten Stormarns offenbar den richtigen Nerv getroffen. Mehr als 60 Gäste konnte Kreisvorsitzender Claus Brandt beim traditionellen Forum für Menschen mit Behinderung der Stormarner CDU begrüßen. Nach einem Vortrag der sozialpolitischen Sprecherin der CDU- Landtagsfraktion, Katja Rathje-Hoffmann, ging es speziell um die Sorgen von Eltern, die für ihre Kinder eine Schulbegleitung benötigen.

Laut Gerichtsurteil sind die Kreise nicht der richtige Ansprechpartner für eine Schulbegleitung. Die Finanzierung sei keine Angelegenheit für die Eingliederungshilfe , sondern müsse über die Schulträger erfolgen, so das Gericht Ende Februar. Eine Regelung des Landes steht aber noch aus. So ist überhaupt nicht klar, was das ab 1. August für die betroffenen Kinder und Eltern bedeutet. „Die Landesregierung mit Bildungsministerin Waltraud Wende und Sozialministerin Kristin Alheit muss endlich liefern“, forderte Rahtje-Hoffmann.

Der Ahrensburger Landtagsabgeordnete und Finanzpolitiker Tobias Koch kann den Unmut der Eltern
verstehen: „Es geht nicht um zusätzliche Mittel, sondern darum, ob das Geld aus der linken oder der rechten Tasche genommen wird. Diese Diskussion muss schnellstens geklärt werden und darf nicht auf dem Rücken von behinderten Kindern ausgetragen werden.“

Die anwesenden Mitglieder der CDU-Kreistagsfraktion haben die Äußerungen der Eltern aufgenommen und das Thema auf die Tagesordnung des Jugendhilfeausschuss gesetzt am 19. Mai gesetzt. Fraktionschef Joachim Wagner: „Wir werden uns um die Angelegenheit kümmern. Neben der Klärung der Einzelfälle wird es auch eine deutliche Resolution in Richtung Landesregierung geben. Wir wollen kein Kind im Regen stehen lassen.“

„Die Veranstaltung hat gezeigt, wie wichtig der Austausch untereinander ist. Unsere Aufgabe ist es, Probleme nicht nur zu erkennen, sondern konstruktiv an Lösungen zu arbeiten“, zog Claus Brandt ein positives Fazit der Veranstaltung.

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