Schützengilde speckt bei Königsproklamation gehörig ab

Die neuen Majestäten der Oldesloer Bürgerschützengilde: (v.l.) Königspaar Christel Bergmann und Dietmar Hammerschmidt-Lübcke, Jungschützenkönig Daniel Ulrich (12) und das Vizekönigspaar Karl-Otto Bergmann und Ute Spieler
Die neuen Majestäten der Oldesloer Bürgerschützengilde: (v.l.) Königspaar Christel Bergmann und Dietmar Hammerschmidt-Lübcke, Jungschützenkönig Daniel Ulrich (12) und das Vizekönigspaar Karl-Otto Bergmann und Ute Spieler

Andreas Olbertz. von
31. Mai 2015, 15:00 Uhr

Das Königsschießen der Oldesloer Bürgerschützengilde endete mit einer Überraschung. Denn der neue Schützenkönig Dietmar Hammerschmidt-Lübcke führt dieses Amt zum allerersten Mal – eine Premiere für ihn. Er sei zwar schon seit fast 35 Jahren Mitglied in der Gilde, doch Schützenkönig sei er noch nie gewesen, so der Oldesloer. Allerdings sei er auch ein paar Jahre lang nicht aktiv gewesen. „Seitdem ich das Segeln aufgegeben habe, schieße ich wieder“, so Dietmar Hammerschmidt-Lübcke, der seit fünf Jahren zu den Älterleuten der Gilde gehört.

Als frisch gekürte Königin steht ihm Christel Bergmann zur Seite. Als Vizekönig qualifizierte sich deren Ehemann Karl-Otto Bergmann, der der Gilde seit 15 Jahren als Kommandeur vorsteht. Vizekönigin wurde Ute Spieler. Da sich nur zwei Jugendliche am Königsschießen beteiligten, hatte Daniel Ulrich leichtes Spiel. Der Zwölfjährige wurde mit einem 92er Teiler Jungschützenkönig.

Das 388. Gildefest der Oldesloer Bürgerschützengilde wies in diesem Jahr allerdings einige bemerkenswerte Neuerungen auf, die von vielen Mitgliedern bedauert wurden. So gab es bei der Proklamation der neuen Majestäten erstmals keine musikalische Begleitung durch eine Kapelle und auch keinen Umzug mehr. „Wir specken ab“, sagte Horst Möller, Obmann der Älterleute. Bereits im vergangenen Jahr war die Gruppe der Schützen, die sich zu Fuß auf den Weg von der Schützenhalle in der Sehmsdorfer Straße zum Marktplatz aufmachte, sehr übersichtlich gewesen. In diesem Jahr fuhren alle Gildeschwestern und -brüder in ihrer Schützentracht mit dem Auto in die Innenstadt, wo sie vor dem Rathaus von Bürgermeister Tassilo von Bary und einigen Stadtverordneten mit Schwarzbier und Kümmel begrüßt wurden.

Zuvor trat Bölleroffizier Klaus-Jürgen Stapelfeldt in Aktion und zündete die lautstarken, traditionellen Böller, ohne die ein Gildefest nicht denkbar ist. Allerdings sei er der Einzige in der Gilde, der noch böllert, so Stapelfeldt. Anschließend wurde das Gildefest im Bürgerhaus gefeiert. Am Sonntag lud die Bürgerschützengilde dann zum Katerfrühstück in die Schützenhalle ein.

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