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Stormarner Tageblatt

21. August 2017 | 08:53 Uhr

Schüler werden politisch aktiv

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Malte Harlapp (18) aus Reinbek hat sich als neuer Kreisschülersprecher viel vorgenommen

„Es ist wichtig, dass junge Leute ihre Sicht der Dinge darstellen“, sagt Malte Harlapp. Der 18-jährige Reinbeker, der das berufliche Gymnasium in Ahrrensburg besucht, ist Stormarns Kreisschülersprecher. Gemeinsam mit seinem Stellvertreter Stefan Scheewe und den Vorsitzenden des Schülerparlaments, Alischer Aubakirov (16) und Stellvertreterin Jella Kerwitz (14), möchte er dem Nachwuchs eine Stimme geben.

„Wir wollen die Kreispolitik begleiten und die Ausschüsse besuchen“, sagt Harlapp, der 2013 bereits stellvertretender Schülersprecher war. Problem: Es gibt zwar 2500 Schüler an den weiterführenden Schulen im Kreis, „aber wir haben vielleicht fünf engagierte Leute“, sagt der 18-Jährige. Dabei sei es nicht nur „wichtig, sich mit Politik auseinanderzusetzen, „man nimmt dabei auch selbst vieles mit.“ Je zwei Delegierte entsendet jede der 29 Stormarner Schulen ins Schülerparlament – theoretisch. „Meistens sind wir nur so 30 Leute“, sagt Alischer Aubakirov, der ebenso wie Jella Kerwitz die Heimgarten-Gemeinschaftsschule in Ahrensburg besucht.

In der Schlossstadt gibt es nach der Neuorganisation des Stadtverkehrs auch neue Probleme in der Schülerbeförderung, so Jella Kerwitz: „Die 769 ist morgens oft so überfüllt, dass manche wieder weggeschickt werden. Das ist mir auch schon passiert.“ Auch der Bus von Glinde nach Ahrensburg sei ständig überfüllt, so Malte Harlapp: „Ich fahre dann lieber mit der Bahn, auch wenn ich zweimal umsteigen muss.“ ÖPNV ist ein handfestes Thema, ebenso wie die Beschlagnahme von Handys, wo das Schülerparlament von zwei Jahren dafür sorgte, dass sie nicht mehr mehrere Tage eingezogen werden dürfen. Viele andere Themen sind naturgemäß schulspezifisch. „Wir gucken, wie es an anderen Schulen läuft, wo es Probleme gibt und tauschen uns aus“, sagt Malte Harlapp.

Ihre Ziele haben die Schülervertreter aber höher gesteckt. „Vielleicht kann man ja junge Leute dazu bewegen, sich politisch zu engagieren“, sagt Aubakirov. „Wir stellen die Frage, wie die junge Generation vertreten wird“, sagt Harlapp, „wie viele junge Leute gibt es denn in Gemeinde- und Stadtvertretungen?“

Das Kreisschülerparlament tagt das nächste Mal am Donnerstag 26. März, ab 10 Uhr im Gebäude D der Kreisverwaltung, Mommsenstraße 11 in Bad Oldesloe.

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erstellt am 09.Mär.2015 | 11:30 Uhr

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