zur Navigation springen

Bad Oldesloe : Schrott-Fahrrad oder doch noch verkehrstüchtig?

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Karin Hoffmann fordert vom städtischen Ordnungsamt endlich Taten, damit Schrotträder, die das Stadtbild verschandeln und Fahrradständer blockieren. entsorgt werden können.

shz.de von
erstellt am 05.Mai.2017 | 06:00 Uhr

„So ein altes, klappriges Fahrrad soll verkehrstüchtig sein? Das ist doch nicht zu fassen“, schimpft Karin Hoffmann. Die Grünen-Politikerin regt sich schon seit geraumer Zeit über die vielen Schrott-Fahrräder auf, die nicht nur in der Fußgängerzone, sondern auch am Bahnhof vor sich hin rosten und die Stellplätze blockieren. Karin Hoffmann will endlich Taten sehen, das Ordnungsamt solle die Schrotträder endlich aus dem Stadtbild entfernen.

Weil sich da nichts tut, bastelte sie kurz entschlossen ein Schild und befestigte es als „Bekanntmachung“ an einem Fahrrad, das wohl schon monatelang in der Fußgängerzone vor sich hin dümpelt. „Dieses Fahrrad hat keinen Sattel mehr, das linke Pedal und die Beleuchtung fehlen. So etwas kann man doch wohl nicht als verkehrstüchtig bezeichnen“, regt sich Karin Hoffmann auf.

In Städten wie Hamburg würden solche sichtlich kaputten Räder markiert und deren Besitzer darauf aufmerksam gemacht, dass sie ihre Räder abholen sollten, da sie sonst und verschrottet würden. „Bei uns in Bad Oldesloe klappt so etwas leider nicht. Das Ordnungsamt behauptet, es könnte diese Fahrräder nicht einfach abholen, da sie noch verkehrstüchtig seien“, so Karin Hoffmann. „Die Polizei moniert jedes kaputte Rücklicht, aber ein Fahrrad ohne Sattel und Pedal scheint in den Augen des Amtes noch gut zum Fahren geeignet zu sein.“

Ihrer Meinung will sich Bürgeramtsleiter Thomas Sobczak allerdings nicht anschließen: „In meinen Augen ist das Fahrrad kein Schrott, nur weil der Sattel fehlt. Wir haben momentan keine Handhabe, es einfach zu entfernen. Wir werden uns aber Gedanken machen, ein Verfahren zu entwickeln, damit wir künftig Maßnahmen ergreifen können.“ Die müssten aber Hand und Fuß haben. Jede Stadt habe ihre eigenen Maßnahmenkataloge erarbeitet, einen allgemeingültigen gebe es nicht. Erst dann könne man solche Fahrräder markieren und gegebenenfalls entfernen.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen