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Schock in Reinfeld : Schon wieder Unfalltod am Baum Nr. 190 006

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Ein Junger Autofahrer aus Hamberge stirbt bei einem Verkehrsunfall auf der B75 nahe Kalkgraben – an dem mittlerweile berüchtigten Todesbaum.

Wieder ist ein Mensch bei einem Verkehrsunfall auf der Hamburger Chaussee, der Bundesstraße 75 am Kalkgraben, ums Leben gekommen – genau an dem Baum, an dem bereits sechs schwere Unfälle geschahen, bei denen zwei Menschen ihr Leben verloren.

Ein 18-Jähriger aus Hamberge war gegen 21.50 Uhr mit seinem Renault Megane Cabrio auf der B 75 in Richtung Bad Oldesloe unterwegs. „Nachdem der junge Mann die Ortslage Reinfeld durchfahren hatte, überholte er nach aktuellem Ermittlungsstand trotz durchgezogene Linie mit einer nicht angepassten Geschwindigkeit auf regennasser Fahrbahn, einen 62-jährigen Autofahrer aus Bargfeld- Stegen“, teilt Sonja Kurz von der Polizeidirektion mit.

In der leicht abschüssigen Rechtskurve verlor der Fahranfänger die Kontrolle über das Cabrio, der Wagen kam nach rechts von der Straße ab und prallte mit der Fahrerseite in den Chausee-Baum mit der Nummer 190 006. Der 18- Jährige war in dem Wrack eingeklemmt und musste von der Freiwilligen Feuerwehr herausgeschnitten werden. Zwei Ärzte, die zufällig an dem Unfallort vorbeikamen, leisteten sofort Erste Hilfe. Trotz intensiver Bemühungen der Rettungskräfte starb der junge Mann noch im Wagen. Der Notarzt stellte den Tod fest. Die Beamten mussten die B 75 voll sperren. Den Verkehr leiteten sie von der Bundesstraße 75 auf die Kreisstraße 67 in Richtung Benstaben und über die Straße Kalkgraben ab.

Am 16. März war ein 20-jähriger Reinfelder mit dem Mercedes A-Klasse seiner Mutter gegen den Baum geprallt. Er und seine 19-jährige Beifahrerin aus Hoisdorf zogen sich schwere Verletzungen zu. Im Mai vergangenen Jahres war dort ein 39-Jähriger tödlich verunglückt. Der Oldesloer war bei Regen mit seinem Renault Clio ins Schleudern geraten und gegen den Baum geprallt.

Die Polizei geht in allen Fällen von Fahrfehlern, vor allem nicht angepasster Geschwindigkeit aus. Zudem hatte man die Griffigkeit der Straße untersuchen lassen. Zwar zeigte sich, dass der Asphalt auch bei Regen genug Grip bietet, auf Anraten der Polizei wurde dennoch das Schild „Schleudergefahr bei Nässe“ aufgestellt. Helfen könnte eventuell eine Schutzplanke. „Wir sind mit Polizei, Verkehrsaufsicht und Straßenmeisterei im Gespräch“, sagt Britta Lüth, stellvertretende Leiterin des Landesbetriebs Straßenbau und Verkehr Lübeck.

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