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Unfall in Grosshansdorf : Schon wieder Radmuttern an Einsatzfahrzeug gelöst

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Es sieht mittlerweile schon fast nach einer Serie aus: Immer wieder machen sich Unbekannte an den Reifen zu schaffen.

Großhansdorf | Ein Notarztwagen des DRK Hamburg ist auf einer Einsatzfahrt in Großhansdorf (Kreis Stormarn) verunglückt. Unbekannte Täter hatten die Radmuttern gelöst. Die hinteren Reifen lösten sich und trafen im Gegenverkehr den VW Sharan einer 52-jährigen Frau.

Der Notarztwagen war mit einer Patientin auf dem Weg in die Lungenklinik in Großhansdorf, als sich etwa 200 Meter vor dem Ziel auf dem Wöhrendamm die Reifen lösten und der Notarztwagen auf der Felge stehen blieb. Die Polizei ermittelt wegen eines gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr.

„Das macht uns große Sorgen“, sagte Jan Reichert, Betriebsleiter Rettungsdienst am Unfallort. „Wir hatten gerade zwei weitere Fälle von gelösten Radmuttern bei unseren Rettungswagen in Hamburg festgestellt. Nicht auszudenken, was auf der Autobahn hätte passieren können, der Notarztwagen sollte im Anschluss an den Großhansdorfer Einsatz noch eine Patientenverlegung nach Hamburg fahren.“ Zum Glück sei aber dem Patienten, der Notärztin und den beiden Rettungssanitätern bei dem Unfall nichts passiert. Unverletzt blieb auch Meike Artope (52) aus Großhansdorf, in deren Auto die beiden Reifen geprallt sind.

Es ist nicht das erste Mal, dass so etwas in Schleswig-Holstein passiert. Erst an Heiligabend waren von bisher unbekannten Tätern an einem Rettungswagen der Kieler Feuerwehr zwei Radmuttern stark und zwei weitere leicht gelockert worden. Zum Glück hatte die Feuerwehr bei der Fahrt ein Geräusch an der Vorderachse gehört und die gelösten Radmuttern bemerkt. Auch im Raum Segeberg und Norderstedt hat die Polizei in der jüngsten Vergangenheit mehrere Fälle von gelösten Radmuttern an Rettungsfahrzeugen bemerkt. Bisher gibt es aber von den Tätern noch keine Spur.

Die Einsatzkräfte reagieren: „Ab sofort gelten besondere Sicherungsmaßnahmen“, sagt der Pressesprecher der Hamburger Feuerwehr, Torsten Wessely. Dazu gehöre unter anderem, dass die Einsatzfahrzeuge vor und nach Einsätzen besonders kontrolliert werden.

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erstellt am 29.Dez.2016 | 16:42 Uhr

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