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Genussbrauerei : Schokoladenbier aus Ahrensburg

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Ahrensburg wird Brauerei-Standort: Biersommelier aus Grönwohld will auf dem Rohrbogen-Areal bauen.

Er hat schon mal rotes Bier gebraut – aber die Flaschen sind fast vergriffen. Jetzt will Torsten Schumacher, Biersommelier und Gründer der Grönwohlder Hausbrauerei Schokoladenbier brauen, ohne Schokolade. „Mit der richtigen Malzmischung geht das“, sagt er und will viel lieber von seinem richtig großen Projekt erzählen: Schumacher plant eine Brauerei auf dem Gelände des ehemaligen Rohrbogenwerks in Ahrensburg-West – eine Genussbrauerei.

Die Baupläne hat der gelernte 56 Jahre alte gelernte Zimmermann selbst entworfen und die Ahrensburger Stadtverwaltung erteilte innerhalb von vier Wochen einen positiven Bescheid auf die Bauvoranfrage. Ambitioniert ist der Zeitplan von Torsten Schumacher, bereits im kommenden Jahr sollen die Gäste ein frisch gezapftes Pils genießen können. Es wird eine Innen- und eine Außengastronomie (Biergarten) geben, dazu zwei Bühnen.

„Ich möchte Raum für Kulturveranstaltungen bieten, von Kleinkunst bis zu Konzerten“, sagt Schumacher, der sich eine ganz besondere Sache vorgenommen hat: Irgendwann soll die britische Hardrock Band „Uriah Heep“ bei ihm auftreten. Vom Restaurant sollen die Gäste durch Glaswände einen Blick in die Braukessel und Abfüllanlagen haben, es wird Führungen und Brauseminare geben. Die Baukosten werden auf rund fünf Millionen Euro geschätzt. Einer der Investoren könnte Christopher Kroschke sein, Geschäftsführer der Rohrbogen-Immobilien GmbH, „die Gespräche laufen noch“, bestätigt Schumacher. Zugleich gebe es eine „große Übereinstimmung“ zwischen ihm und Kroschke. Für das Brauereivorhaben werden etwa 4000 Quadratmeter des 14  000 Quadratmeter großen Grundstückes benötigt, da bleibt noch genügend Platz für den geplanten Gewerbe- und Handwerkerhof.

Das Rohrbogenwerk-Gelände an der Bogenstraße liegt seit Jahren brach, die verfallenen Gebäude werden – bis auf die Krananlage – abgerissen. Das 1916 gegründete und Ende der 1970er Jahre geschlossene Unternehmen hatte mit seinem Ahrensburger Standort in der Vergangenheit mehrfach für Schlagzeilen gesorgt. Eine Ahrensburger Eventveranstalterin war mit der Idee gescheitert, dort ein Kulturzentrum zu eröffnen, die Stadt investierte eine fünfstellige Summe für ein Bodengutachten.

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