Bad Oldesloe : Schokoeier und Marchingband

Sekunden nach dem Startsignal des Bürgermeisters : Die Kurparkwiese wird von   Kindern und ihren Eltern  gestürmt.
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Sekunden nach dem Startsignal des Bürgermeisters : Die Kurparkwiese wird von Kindern und ihren Eltern gestürmt.

Teilnehmerrekord beim Ostereiersuchen der Oldesloer Kurpark AG: Die gelungene Aktion leidet nur unter einigen wenigen Egoisten.

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22. April 2014, 04:30 Uhr

Sie gehört zu den jüngeren Ostertraditionen im Kreis, ist aber aus dem Kulturkalender der Kreisstadt kaum noch wegzudenken: die große österliche Schokoladen-Eierjagd auf der Wiese im Kurpark. Nur an wenigen Terminen – wie etwa dem Kurparkfest oder dem Open Air Kino – ist die grüne Lunge Oldesloes so belebt wie an den Ostersonntagen. Hunderte Kinder kamen auch in diesem Jahr mit ihren Eltern und begaben sich Punkt 12 Uhr nach dem Startsignal von Bürgermeister Tassilo von Bary in das Wettrennen um die versteckten Süßigkeiten. Organisiert hatte das Ereignis erneut die Kurpark-AG. Die wollte diese Veranstaltung zwar vor Jahren bereits in andere Hände übergeben, hat von diesem Gedanken aber erstmal Abstand genommen. Stattdessen wurde die Kooperation mit der Jugendfeuerwehr Bad Oldesloe beständig ausgebaut. Die Nachwuchsbrandbekämpfer helfen bei der Durchführung.

Nachdem im vergangenen Jahr noch Schnee auf der Wiese lag, gab es dieses Mal Frühjahrswetter satt. Das hatte auch deutlich positiven Einfluss auf die Teilnehmerzahlen. „So viele Kinder waren noch nie dabei“, schätzte Janina Riedel von der Kurpark AG. Sie und ihr Unternehmen - das Seniorenheim in der direkten Nachbarschaft zur Wiese – hatten 400 Osterhasen gespendet. 700 Überraschungseier kamen von Famila dazu. Insgesamt gab es also 1100 Osterleckereien zu finden. Genug für alle, solte man denken. Doch leider half auch der mehrmalieg Hinweis des Bürgermeisters von Bary, dass das Sammeln mit Taschen und Körben verboten ist, nicht wirklich. Besonders peinlich war es, dass manche Erwachsene – wie in jedem Jahr – selbst auf die Suche gingen und ihren Kindern die Taschen vollstopften. Das lässt sich nur als unfair bezeichnen. Von mangelnder Vorbildfunktion mal ganz abgesehen.

Doch von diesen Vorgängen wollte sich die Kurpark-AG nicht die Laune und das Fest verderben lassen. Tatsächlich haben die ehrenamtlichen Organisatoren schon seit Jahren stets alles dafür getan, dass solche Fälle weniger werden. „Es lässt sich leider nicht verhindern. Aber wir sorgen schon dafür, dass kein Kind leer ausgehen muss. Darauf achten wir, und das ist die Hauptsache“, so Hans Joachim Stolten von der Arbeitsgemeinschaft. Zwei junge Osterhäsinnen im Kostüm waren mit Körben voller Schokolade für die unterwegs, die leer ausgingen.

Neu war in diesem Jahr die Ergänzung des Fests durch ein kleies Rahmenprogramm inklusive Auftritt der in der Krise steckenden Marching Band „Stormarn Magic“. Diese präsentierte sich mit geschrumpfter Aktivenzahl das erste Mal seit längerer Zeit wieder in der Kreisstadt.

Die „Magics“ kamen direkt von ihrem Osterprobewochenende und zeigten einen kurzen, aber musikalisch gelungenen Ausschnitt aus ihrem neuen Programm. Der Auftritt in der Heimat diente auch ein wenig der Mitgliederwerbung. Denn um wieder regelmäßig spielfähig zu sein, wären ein paar zusätzliche Mitwirkende wichtig.


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