Schöner Lernen am Eckhorst

Sehr ansprechender Lehrkörper: Die Außenansicht der Eckhorst-Erweiterung mit Mensabereich - rechts das bestehende Gymnasium.   Foto: Wobig
1 von 2
Sehr ansprechender Lehrkörper: Die Außenansicht der Eckhorst-Erweiterung mit Mensabereich - rechts das bestehende Gymnasium. Foto: Wobig

Architektenbüro Wobig aus Bad Oldesloe stellt Entwurf für Gymnasiums-Erweiterung vor und beeindruckt die Ausschussmitglieder

Avatar_shz von
04. Februar 2012, 09:09 Uhr

Bargteheide | Vorfreude ist bekanntlich die schönste Freude. Und so können sich Schüler und Lehrer des Eckhorst Gymnasiums schon so langsam auf den Erweiterungsbau freuen. Denn nun beginnt die heiße Phase: Nach vielen Zahlen und Fakten wurde der ausgewählte Entwurf am Donnerstagabend im Bau- und Umweltausschuss eingehend vorgestellt - siehe auch Extratext.

Wie berichtet fand dazu 2011 ein Architektenwettbewerb statt. Drei Büros reichten kurz vor Weihnachten ihre Entwürfe ein, die im Januar vorgestellt wurden. Eine Jury unter anderem aus Bürgermeister Dr. Henning Görtz, Eckhorst-Schulleiter Herbert Diebold sowie Schüler- und Elternvertretern entschieden sich einstimmig für den Plan des Bad Oldesloer Architektenbüros Wobig: "Das war der beste Entwurf", betonte Bauamtsleiter Jürgen Engfer. Ebenso waren die Gremiumsmitglieder nach den Erläuterungen von Architekt Sven Wobig beeindruckt und hatten nur wenige Einwendungen, die in den Beschlussvorschlag mit einflossen: 1.) LED-Lampentechnik, 2.) Photovoltaikanlage auf dem Pultdach und 3.) Barrierefreiheit nicht nur per eingeplanter Rampe (15 000 Euro), sondern evtl. auch über einen 2. Fahrstuhl. Das sei allerdings eine Kostenfrage. Denn ein Fahrstuhl sei nicht unter 80 000 Euro zu haben, gab Senior Siegfried Wobig zu bedenken. Es gebe zwar einen Fahrstuhl an der Turnhalle, erklärte Jürgen Engfer. Doch der sei vom Neubauteil weit entfernt und fahre überdies nur vom Erdgeschoss ins Obergeschoss, deckt somit nicht den geplanten Medienbereich im Souterrain der Schule ab.

Ansonsten überzeugte der Entwurf auf ganzer Linie und untermauert, dass das Architektenbüro Wobig seine Hausaufgaben bestens gemacht hat: So wird auf bauliche Experimente gänzlich verzichtet und stattdessen der Eckhorst-Charakter mit der prägenden Stüt zen- struktur erhalten. "Struktur und Materialität werden im Neubau fortgesetzt", sagte Sven Wobig und so noch für eine "Charakterstärkung der Schule" sorgen. Holzelemente werten dann die Fassade auf. "Das Innenforum, das neue Außenforum und die Mensa bilden einen Dreiklang der Räume."

In der multifunktionalen Mensa (EG) setzt der Architekt auf mobile Trennwände, beleuchtete Deckensegel, ein abgestimmtes Akustikkonzept, zentrale Lüftungsanlage und angenehme Möblierung - weg vom Kantinencharakter. Die Speisen werden halbgar angeliefert und dann in so genannten Dämpfern endgegart. So blieben die Vitamine erhalten, merkte Wobig an. Im Erdgeschoss sind ferner die beiden Musikräume angesiedelt, im Obergeschoss die vier Klassen- und zwei Gruppenräume.

Im Kellerbereich werden Leuchtzonen, Glasfassade und ebenso Deckenleuchten prägend sein und eine optimierte Lüftung für ein angenehmes Raumklima sorgen. Alles in allem macht der Entwurf eine sehr gute Figur und Lust auf mehr - auf Schöner Lernen am Eckhorst, ab Herbst 2013.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen