Schnitzlers Reigen

Reizend: Josephine Gey und Janosch Roloff.
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Reizend: Josephine Gey und Janosch Roloff.

Theaterabend voller neurotischer, sinnlicher und witziger Dialoge

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24. Januar 2018, 06:00 Uhr

Diesen Freitag ab 20 Uhr dreht sich im Kub alles nur um „das Eine“. Zwei Schauspieler vom nö theater aus Köln zeigen eine virtuose Inszenierung von Arthur Schnitzlers „Reigen“ – ein Theaterabend voller neurotischer, sinnlicher und witziger Dialoge „vorher und nachher“. Die Uraufführung 1920 war einer der größten Theaterskandale des 20. Jahrhunderts. Noch bis 1982 galt ein vom Autor verhängtes Aufführungsverbot für das Stück. „Der Reigen“ zeigt in zehn Dialogen den Umgang mit Sexualität im ausgehenden 19. Jahrhundert. Zehn Personen begegnen einander in Paaren, nach jeder Szene wird ein Partner ausgetauscht und dabei die gesellschaftliche Leiter erklommen. Schriftsteller Arthur Schnitzler, einer der bedeutendsten Vertreter der Wiener Moderne, schuf ein poetisches, elegantes und auch komisches Gesellschaftsporträt, das die Moral quer durch alle sozialen Schichten beleuchtet.

Josephine Gey und Janosch Roloff, stellen ihre Wandlungsfähigkeit in allen Rollen unter Beweis. Gemeinsam vollführen sie den Reigen aus Leidenschaft, Sexualität, Spiel, Lust, Betrug, Koketterie, Begierde, Verführung, Grobheit und Zärtlichkeit. Das nö theater aus Köln hat das Bühnenwerk mit der gezeigten Inszenierung entstaubt und den beiden virtuosen Schauspielern auf den Leib geschneidert. Denn anders als sonst üblich sind bei den Stückentwicklungen des nö theaters die Darsteller in den Entstehungsprozess eingebunden. Die theatrale Form richtet sich dabei ganz nach der Thematik, mit der sich die Beteiligten intensiv und gleichberechtigt auseinandersetzen.


>Tickets sind für 17,50 Euro (12,50 erm.) online und in der Stadtinfo in erhältlich. Kurzentschlossene können auch an der Abendkasse im Kub ab einer Stunde vor Veranstaltungsbeginn Tickets erwerben – dann allerdings 2 Euro teurer.

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