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Vorteil für Stormarner Unternehmen : Schnell reagieren in Krisen

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Auch die gemeinnützige Stiftung Beruf und Familie macht mit im Netzwerk Gesundheit und Service Stormarn. Berufstätige sollen dadurch bei familiären Notfällen rasch entlastet werden.

shz.de von
erstellt am 12.Dez.2013 | 00:31 Uhr

Das Netzwerk Gesundheit und Service Stormarn hat seine Maschen weitergeknüpft. Jetzt ist auch die gemeinnützige Stiftung Beruf und Familie mit im Boot. Die Stiftung richtet damit ihr Augenmerk auch auf das Thema Pflege und Senioren. Bisher stand vor allem die Kinderbetreuung in ihrem Fokus. In jedem Fall geht es darum, Berufstätige in plötzlichen Familien-Notlagen rasch zu entlasten.

Auch wenn die älteren Angehörigen weit entfernt leben, können erste Schritte schon sofort über eine vielseitige Telefonnummer eingeleitet werden. „Schnelle Unterstützung in allen Krisensituationen, das ist unser Ziel“, sagt Stormarns Gleichstellungsbeauftragte Birte Kruse-Gobrecht, die Geschäftsführerin der gemeinnützigen Stiftungsgesellschaft.

Und schnelle Hilfe verspricht das Telefon des Netzwerks Stormarn. Denn unter der Nummer (04532) 97 98 921 ist es rund um die Uhr erreichbar. Die Telefonzentrale ist mit ausgebildeten Mitarbeitern besetzt, die Anfragen an den jeweiligen Ansprechpartner weiterleiten. Darunter sind ein Pflegedienst, Taxiunternehmen, Sanitätshaus, Optiker, Handwerker, auch ein Bestattungsunternehmen und vieles mehr (wir berichteten).

Durch den kostenlosen Anruf entstehen keine Kosten, er wird an den zuständigen Ansprechpartner weitergeleitet. Ein Rückruf erfolgt spätestens am nächsten Werktag. Einige Mitglieder im Netzwerk sind auch rund um die Uhr erreichbar, wie etwa das Pflege- und Beratungszentrum Zwick. „Wir können auch bundesweit Hilfe durch unsere Partnerdienste vermitteln“, erläutert Inhaberin Birgit Zwick. Im akuten Notfall versuche sie, umgehend eine Überbrückungslösung zu finden. „Oft werden auch Hausbesuche nötig“, sagt Augenoptikermeister Andreas Luther, „wir machen dafür gern einen Termin.“

„Wir möchten berufliches und privates Leben besser in Deckung bringen“, sagt Norbert Basler, Unternehmer und Vorsitzender des Aufsichtsrats der Stiftung. Plötzlich eintretende Notsituationen gebe es nicht nur in der Kinderbetreuung, sondern auch bei älteren Familienmitgliedern. „Die Regelangebote sind nicht flexibel genug“, sagt er, „deshalb werden wir pragmatisch und unbürokratisch selbst aktiv.“ Damit werde die mittelständisch geprägte Wirtschaft in Stormarn von den Folgen des demografischen Wandels entlastet.

Und natürlich bringt das auch weitere Vorteile für die Unternehmen, denn sie werden damit attraktiver für Fachkräfte. „Das Logo von Beruf und Familie auf unserer Homepage spricht vor allem Bewerberinnen an“, sagt Basler. Das unterstreiche das gute Konflikt-Management im Unternehmen. „Es gibt heute eine solche Erwartungshaltung ans Unternehmen“, stellt Basler fest. „Auch in Stellenanzeigen steigert das Logo die Attraktivität eines Arbeitgebers“, sagt Birte Kruse-Gobrecht.

In vielen Betrieben gibt es schon Hinweisplakate auf den Service von Beruf und Familie. „Inzwischen haben 34 Unternehmen und Institutionen Nutzungsverträge mit uns“, stellt Birte Kruse-Gobrecht fest, „das umfasst etwa 7000 Mitarbeiter.“ Bisher gebe es hundert Prozent Zufriedenheit: „Wir konnten in diesem Jahr fünf Wochen Ferienbetreuung organisieren.“ Mit weiteren potenziellen Partnerunternehmen werde zurzeit verhandelt. „Es geht dabei auch um die Solidarität von kleinen und großen Unternehmen.“




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